Adliswil

Gabriela Frey nimmt Abschied vom Frühlingslauf

Dem 15. Sihltaler Frühlingslauf vom 1. Mai steht Gabriela Frey letztmals als OK-Präsidentin vor. Die Adliswilerin hält Rückschau auf das Fest für Volksläufer, zu dessen Gelingen sie einiges beigetragen hat.

Seit 2004 widmete sich Gabriela Frey dem Frühlingslauf, nun läuft sie neuen Projekten entgegen.

Seit 2004 widmete sich Gabriela Frey dem Frühlingslauf, nun läuft sie neuen Projekten entgegen. Bild: Sabine Rock

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Das Logo für den Sihltaler Frühlingslauf ist in Schwarz-Grün gehalten und mit der Abbildung eines Reihers versehen. Das hat mit den Laufstrecken für die verschiedenen Altersklassen zu tun. Derweil die allerjüngsten Buben und Mädchen rund um das Start- und Zielgelände beim Schulhaus Schweikrüti in Gattikon über 400 Meter bis 1,8 Kilometer rennen, führt die längste Strecke über 10 Kilometer zuerst an die Sihl hinunter. «Dort leben Reiher in freier Natur», sagt die abtretende OK-Präsidentin Gabriela Frey aus den Reihen des Veranstalters, des Sihltaler Sportclubs (SSC).

Stets am 1. Mai

Dasselbe Logo ziert auch die Ehrengabe, die am Jubiläum der 15. Auflage alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten, die den Lauf beenden. Sie nehmen ein schwarz-grünes, mit einem Reiher dekoriertes und für Laufzwecke geeignetes Gilet unentgeltlich in Empfang. Diese Auszeichnung kostet mehr als jene aus früheren Jahren. Doch das Budget wird nicht allzu sehr strapaziert. Frey erwartet auch in diesem Jahr in der Endabrechnung eine schwarze Null oder einen kleinen Gewinn. «Überhaupt wollen wir unseren gewohnten Standard beibehalten, die Teilnehmer sollen sich bei uns wohlfühlen.» Es sei nie die Absicht gewesen, punkto Anzahl Läufer unendlich zu wachsen. «Das Rennen soll in familiärem Rahmen stattfinden.» Den Teilnehmern komme eine solche Ambiance entgegen.

Die Teilnehmerzahl hat sich in den letzten Jahren zwischen 600 und knapp tausend eingependelt. Der Rekord mit 951 Zielankünften datiert aus dem Jahr 2014. Was die Hobby-Athleten weiter als angenehm empfinden: Sie werden von rund 140 freiwilligen Helferinnen und Helfern aus den Reihen des SSC betreut und erhalten in der zur Festwirtschaft umfunktionierten Turnhalle im Schweikrüti ein Gratisrisotto.

Zum Gelingen trug auch die Ansetzung der Veranstaltung bei. Der 1. Mai wurde seit der Premiere im Jahr 2003 rund um Gattikon stets zum Tag des Laufsports. «Wir wählten dieses Datum, weil es im Kanton Zürich ein Feiertag ist, was viele Leute antreibt, sich sportlich zu betätigen.» Um den Verlauf der wichtigsten Vereinsveranstaltung kümmert sich Frey seit 2004, als sie als langjähriges Vorstandsmitglied zur Präsidentin des SSC gewählt wurde. Dieses Amt gab sie 2012 ab, um sich als neue OK-Präsidentin ausschliesslich dem Sihltaler Frühlingslauf zu widmen. Nun tritt sie auch in dieser Funktion zurück. «All die Jahre mit freiwilliger Arbeit sind genug.» Sie wolle nun einem Jüngeren Platz machen. Zu ihrem Nachfolger wählten die Vereinsmitglieder an der Generalversammlung im Januar dieses Jahres den Adliswiler Roger Neukomm. «Ich bin froh über seine Wahl. Ihn zeichnet Kompetenz aus», sagt Frey.

Ehemalige Spitzenathletin

Näheres weiss das abtretende Vereinsmitglied nicht – aber es ist anzunehmen, dass der SSC Gabriela Frey gebührend verabschieden wird.

Langeweile nach getaner Arbeit für den Verein kommt bei ihr aber nicht auf. Sie hat ein Start-up-Unternehmen mitgegründet, das Mountainbiker mit einer Warnglocke am Lenker ausrüstet, die es ihnen ermöglicht, sich schon von weitem bei Wanderern und Fussgängern bemerkbar zu machen. Ausserdem wird sie fortfahren, Sport zu treiben. Als Ausdauersportlerin feierte sie zahlreiche Erfolge und erreichte mehrere Podestplätze an Triathlonveranstaltungen. Höhepunkt war die Teilnahme im Jahr 2007 am weltberühmten Ironman auf Hawaii. Die gesammelten Erfahrungen als aktive Sportlerin kamen Gabriela Frey bei ihrer Tätigkeit für den Sihltaler Frühlingslauf allemal zugute. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 20.04.2017, 15:43 Uhr

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