Zürich / Kilchberg

Früherer Zürcher Ständerat Albin Heimann gestorben

Alt Ständerat Albin Heimann ist tot. Er starb in seinem 102. Lebensjahr in Kilchberg. Heimann war Mitglied des LdU und sass von 1967 bis 1979 im Ständerat.

Albin Heimann, hier als Leiter eines Streitgesprächs zwischen der Freisinnigen Martha Ribi, links, und der Sozialdemokratin Emilie Lieberherr, verstand sich als Vertreter der freien Wirtschaft mit sozialer Verantwortung.

Albin Heimann, hier als Leiter eines Streitgesprächs zwischen der Freisinnigen Martha Ribi, links, und der Sozialdemokratin Emilie Lieberherr, verstand sich als Vertreter der freien Wirtschaft mit sozialer Verantwortung. Bild: Keystone

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Albin Heimann ist in seinem Heim in Kilchberg am 19. Dezember friedlich eingeschlafen, wie seine Familie am Donnerstag mitteilte. Der Politiker und Unternehmer wurde 1914 in Zürich geboren.

Nach einer kaufmännischen Lehre gründete er 1944 die international tätige Immobilienfirma Prohaus AG, aus der er sich als Besitzer des Unternehmens 2006 altersbedingt zurückzog.

Heimanns politische Karriere begann im Zürcher Kantonsrat. Diesem gehörte er als Vertreter des Landesrings der Unabhängigen (LdU) 1942 sowie von 1951-1963 an. 1967 erfolgte seine Wahl in den Ständerat. Im Stöckli sass er bis 1979, in seiner letzten Amtsperiode als Parteiloser.

Von 1958 bis 1976 war Heimann Mitglied der Verwaltungsdelegation des Migros-Genossenschaftsbundes (MGB). Ihm waren die industriellen Betriebe des MGB unterstellt. In seiner Funktion als Präsident der Migrol lancierte er einen ersten Versuch zum Vertrieb bleifreien Benzins. Dieses konnte jedoch ohne staatliche Vorschriften noch nicht abgesetzt werden.

Heimann verstand sich als Vertreter der freien Wirtschaft mit sozialer Verantwortung. Er plädierte wiederholt für einen teilweisen Abbau der staatlichen Regulierungen und Subventionen in der Landwirtschaft. (mst/sda)

Erstellt: 31.12.2015, 09:15 Uhr

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