Adliswil

Freie Wähler und FDP übernehmen Schlüsselressorts

Am Dienstag beschliesst der Stadtrat die Ressortverteilung. Bei den bisherigen Stadträten wird es keine Rochaden geben. Schulpräsident wird Neu-Stadtrat Markus Bürgi.

Die künftigen Adliswiler Stadträte haben sich bereits vor der konstituierenden Sitzung auf eine Ressortverteilung geeinigt.

Die künftigen Adliswiler Stadträte haben sich bereits vor der konstituierenden Sitzung auf eine Ressortverteilung geeinigt. Bild: Patrick Gutenberg

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Wer übernimmt in Adliswil die Finanzen, wer das Schulpräsidium? Das sind die grossen Fragen, vor der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats. Die Antworten dazu lauten seit Montag: Karin Fein (Freie Wähler) und Markus Bürgi (FDP).

Die Stadt Adliswil verschickte am Dienstag ein Schreiben an die Medien, in dem sich die künftigen Stadträte auf eine Ressortverteilung einigen, die an der ersten gemeinsamen Stadtratssitzung am Dienstag offiziell beschlossen werden soll.«Wir haben uns für diesen Weg der Kommunikation entschiede», weil am Mittwoch. 4. Juli, im grossen Gemeinderat bereits die Wahlen der Mitglieder für die Bau- und Sozialkommission stattfinden», sagt Farid Zeroual (CVP), der ab dem 1. Juli das Amt des Stadtpräsidenten von Harald Huber (FDP) übernimmt.

So wüssten die beiden Kommissionen bereits jetzt, welcher Stadtrat Einsitz haben wird und nicht erst einen Tag vor der Wahl.

Bürgi zufrieden mit Ressort

Dem Vorschlag für die konstituierende Sitzung des Stadtrats ist zu entnehmen, dass sich bei den bisherigen Städträten nichts ändern soll. So bleibt der parteilose Felix Keller Vorstand des Ressorts Bau und Planung. Renato Günthardt (SVP) will auch weiterhin Sozialvorsteher sein und Susy Senn (FDP), die im im Kampf ums Stadtpräsidium unterlegen ist, bleibt Sicherheitsvorsteherin.

Die Wahl fand nach dem Anciennitätsprinzip statt. Das heisst: Die bisherigen Stadträte konnten zuerst entscheiden, welches Ressort sie übernehmen wollen. Danach durften die neuen Stadträte wählen. Karin Fein konnte beginnen, weil sie bei der Wahl vom 15. April mit 1705 Stimmen die meisten der drei Neo-Stadträte auf sich vereinen konnte. Sie entschied sich für das Ressort Finanzen, das Farid Zeroual inne hatte. Im Vorfeld hatte man auch Markus Bürgi (FDP) Ambitionen auf das Amt zugesprochen. Er durfte aber erst als zweiter Neo-Stadtrat wählen und entschied sich, das Schulpräsidium zu übernehmen.

Auf Anfrage sagt Karin Fein, dass man sich im Plenum darauf geeinigt habe, zur Ressortverteilung keine Kommentare abzugeben. Markus Bürgi ist jedoch zu entlocken, dass er durch seine Tätigkeit im Bildungsmanagement durchaus Affinitäten zur Schule habe und mit dem Amt zufrieden sei: «Ich bin kein Lehrer und habe keine Kinder, daher habe ich auch die nötige Distanz für das Amt.» Er könne sich damit ganz auf die strategische Arbeit konzentrieren.

Keine Wahl für Carmen Marty

Bürgi übernimmt kein einfaches Amt. In den letzten Monaten ist die Schule Adliswil vor allem durch ihre Kommunikationspolitik immer wieder unter Druck geraten. Schliesslich wurde Schulpräsident Raphael Egli (CVP) bei den Erneuerungswahlen am 15. April dafür abgestraft und verpasste seine Wiederwahl. «Ich will für eine transparente Kommunikation einstehen», sagt Bürgi. Bevor er sich aber in den Medien zum weiteren Vorgehen äussere, wolle er intern das Gespräch suchen.

Keine Wahl mehr bei der Ressortverteilung hatte Carmen Marty Fässler (SP). Mit 1595 Stimmen erreichte sie das schlechteste Resultat der gewählten Stadträte und musste am Ende das Ressort übernehmen, das übrig blieb. Sie wird das Erbe des zurückgetretenen Werkvorstands Patrick Stutz (SVP) antreten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 25.06.2018, 17:39 Uhr

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