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FDP stellt dritten Kandidaten für Gemeinderatssitz

Nun ist bekannt, mit wem die Richterswiler FDP den dritten Sitz im Gemeinderat verteidigen will: Sie schickt für die kommende Legislatur, nebst den beiden bisherigen Gemeinderäten, Willy Nüesch-Trachsel in den Wahlkampfring.

Der Vorstand der FDP Richterswil musste einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Irgendwann jedoch lenkte Willy Nüesch-Trachsel ein. «Ich würde mich gerne politisch einbringen und der Gemeinde etwas zurückgeben», sagt Willy Nüesch. Der Richterswiler ist der dritte Kandidat der Partei, der sich auf die kommende Legilslatur zur Wahl für einen der neun Gemeinderatssitze stellt.

Schon länger ist bekannt: Mindestens zwei der bisherigen Gemeinderäte bekunden kein Interesse mehr an einer weiteren Amtsperiode in der Richterswiler Exekutive. Namentlich der aktuelle Sicherheitsvorsteher Ruedi Reichmuth (parteilos) sowie Gemeindepräsident Hans Jörg Huber (FDP). Noch offen, ob er wieder antreten will, ist der Entscheid von Liegenschaftenvorstand Ivo Beeler (parteilos). «Ich bin im Moment beruflich sehr absorbiert und werde mich daher erst in rund zwei Wochen definitiv entscheiden», sagt er. Alle sechs übrigen Räte stellen sich noch einmal zur Wahl.

Berühmte Verwandtschaft

Gemeinderatskandidat Nüesch-Trachsel ist im Dorf zwar bekannt, wie er selber sagt. Politisch ist er jedoch ein unbeschriebenes Blatt. Es wäre sein erstes politisches Amt. Der FDP beigetreten ist er erst vor rund zwei Wochen. Beziehungen zum Partei-Vorstand hat er jedoch schon länger. «Dieser findet, ich sei durch meinen beruflichen Werdegang prädestiniert für das Amt des Gemeinderates», sagt der 65-Jährige, der letzten Frühling pensioniert wurde. Davor war er während 30 Jahren Geschäftsführer für zwei amerikanische Grosskonzerne – «zuletzt beim börsenkotierten Unternehmen Arrow Electronics», sagt Nüesch. Er könne sich durch- und ebenfalls für eine Sache einsetzen.

Dass er das Pensum eines Gemeinderates gut gewährleisten könnte, davon ist der studierte Elektroingenieur überzeugt. «Meine Familie unterstützt mich sehr in meinem Vorhaben», sagt er. Sie seien sogar regelrecht begeistert davon, dass er sich zur Wahl stelle, sagt der Vater von fünf Kindern im Alter zwischen 19 und 30 Jahren.

Auch wenn Willy Nüesch-Trachsel als Politneuling eingestuft werden darf, so hat er doch rein verwandtschaftlich durchaus politische Berührungspunkte: Jürg Trachsel, der SVP-Kantonsrat aus Richterswil, ist sein Schwager. Nüeschs Frau wiederum arbeitet als Sportlehrerin auf Primarschulstufe in Richterswil.

Wohl keine Kampfwahl

Auf die Frage, wie er sich seine Wahlchancen ausrechnet, meint er: «Wir sind in Richterswil gut vernetzt». Er engagiere sich seit 30 Jahren im Ski- und Sportclub Richterswil-Samstagern. Zudem sei er lange im Vorstand der Männerriege aktiv gewesen. «Mein Netzwerk und Kontakte sind solid». Ein besonderes politisches Anliegen sei ihm eine gute Altersdurchmischung der Bevölkerung, was weiterhin eine moderate Steuerbelastung voraussetze und eine attraktive Schullandschaft bedinge, wie die Partei in einer offiziellen Mitteilung schreibt.

Sollten sich keine weiteren Gemeinderatskandidaten für die kommende Legislaturperiode mehr aufstellen lassen, käme es in Richterswil zu keiner Kampfwahl. Allerdings könnte aus den Reihen der SVP noch ein Kandidat auftauchen: «Wir sind noch immer in Gesprächen mit einem potentiellen Kandidaten», sagt SVP-Parteipräsident Markus Bachmann. Ob sie nebst dem aktuellen Werkvorstand Christian Stalder noch einen weiteren Kandidaten ins Rennen schicken, wird sich am 25. Oktober zeigen: «Dann haben wir unsere Parteiversammlung und würden entsprechend kommunizieren».

Weitere Kandidaten der Parteien dürften danach aber keine mehr zu erwarten sein. Denn die CVP hat bereits abgewunken, nebst dem aktuellen Bauvorstand Hansjörg Germann noch weitere Kandidaten für den Gemeinderat zu portieren. Auch die EVP Richterswil-Samstagern stellt nebst Parteipräsident Renato Pfeffer keine weiteren Kandidaten auf.

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