Kilchberg

FDP bringt bereits Kandidaten für die Ersatzwahlen

Der 38-jährige Peter Barmettler möchte für die FDP den Sitz von Dieter Lehner im Gemeinderat übernehmen.

Peter Barmettler möchte in Kilchberg für die FDP in den Gemeinderat.

Peter Barmettler möchte in Kilchberg für die FDP in den Gemeinderat. Bild: pd

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Kaum ist bekannt geworden, dass es im Kilchberger Gemeinderat zwei Vakanzen geben wird, teilt die FDP mit, wen sie für die Ersatzwahlen nominiert: Peter Barmettler wäre für die Freisinnigen von Kilchberg der Wunschnachfolger von Dieter Lehner. Am Freitag hatte der Gemeinderat mitgeteilt, dass Finanzvorstand Dieter Lehner und Sozialvorstand Remo Moser (Vereinigung der Parteilosen) vorzeitig aus dem Gemeinderat zurücktreten (diese Zeitung berichtete).

Peter Barmettler (38) ist Betriebsökonom mit Doktorat, verheiratet und Vater dreier Kinder. Er arbeitet in einem 30-Prozent-Pensum als Finanzleiter einer Stiftung und daneben in der Erwachsenenbildung, als Dozent für Betriebswirtschaftslehre, Management und Rechnungswesen unter anderem an der Militärakademie der ETH Zürich und am KV Zürich.

Barmettler ist gebürtiger Kilchberger, hat aber zwischenzeitlich in Adliswil gelebt. Dort sass er von 2006 bis 2010 für die FDP im Grossen Gemeinderat – bis er mit seiner Frau nach Kilchberg gezogen ist. Politisch aktiv war er in der Phase der Familiengründung nicht. Seit 2017 amtet er als Kassier im Vorstand der FDP Kilchberg.

Schon länger potenzieller Kandidat

Für den Parteivorstand war offenbar schon länger klar, dass Peter Barmettler ein potenzieller Kandidat für eine künftige Ersatzwahl in den Gemeinderat wäre, oder wie Vorstandsmitglied Patrick Marty es ausdrückt: «Wir sind diesbezüglich ständig im Gespräch mit unseren Mitgliedern. Nun gibt es zwei Vakanzen, wir haben einen Kandidaten, also schicken wir ihn ins Rennen.» Barmettler kenne als Alt Gemeinderat die Mechanismen der Lokalpolitik und wisse, was es für mehrheitsfähige Lösungen brauche. Zudem verkörpere er eine Generation jüngerer Politiker.

Peter Barmettler selbst freut sich über seine Nomination. Ihm sei es wichtig, das Gemeindeleben aktiv mitzugestalten, schliesslich habe er drei kleine Kinder, eines davon in der Schule, eines im Kindergarten. Auch freue er sich über das Vertrauen, das ihm seine Partei ausspreche. Gleichzeitig räumt er ein, dass für ihn gerade alles etwas schneller gehe als ursprünglich gedacht. «Dieter Lehner tritt unvorhergesehen zurück», sagt Barmettler. Persönlich hätte er lieber noch etwas gewartet mit seinem Wiedereinstieg in die aktive Politik. «Unser Jüngster trägt noch Windeln», fügt er erklärend hinzu, «aber ich freue mich.»

Wunschressort Finanzen und Steuern

Barmettler macht keinen Hehl daraus, dass er Interesse hätte am freiwerdenden Ressort Finanzen und Steuern. «Aber ich würde nehmen, was ich bekomme.» Einsetzen würde er sich als Gemeinderat für ausgeglichene Finanzen, ein lebendiges Dorfleben, daneben aber auch für eine sachliche Diskussionskultur an den Gemeindeversammlung – sagt er mit Verweis auf die beiden animierten Gemeindeversammlungen zu den Gestaltungsplänen Bahnhofstrasse und Brunnenmoos. «So sehr ich für Basis-Demokratie bin, am Diskussionsstil an den Gemeindeversammlungen könnten wir noch arbeiten», sagt Barmettler, der mit Erstaunen miterlebt hat, wie gezielt zum Teil auf den Mann oder die Frau gespielt worden ist. «Ich wünschte mir da mehr Sachlichkeit. Und dass die Leute sich die Argumente der Gegenseite anhören, auch wenn sie sich ihre Meinung bereits gebildet haben.»

Zuerst hofft er nun aber, dass mindestens drei für die beiden frei werdenden Gemeinderatssitze kandidieren. «Damit die Bevölkerung die Wahl hat.» Gewählt wird am 9. Februar.

Erstellt: 21.10.2019, 17:13 Uhr

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