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FC Thalwil will sich zum Jubiläum ein neues Clubhaus bauen

2018 möchte der FC Thalwil ein neues Vereinshaus einweihen. Die Gemeinde will sich mit 400'000 Franken am Bau des Garderobengebäudes mit öffentlichem Restaurant beteiligen. Gleichzeitig soll der Fussballplatz Brand 2 aufgerüstet werden.

Das geplante neue Clubhaus des FC Thalwil kostet total 1,4 Millionen Franken. Im Erdgeschoss befinden sich Garderoben und Duschen. Der obere Stock dient vor allem als Restaurant.
Das geplante neue Clubhaus des FC Thalwil kostet total 1,4 Millionen Franken. Im Erdgeschoss befinden sich Garderoben und Duschen. Der obere Stock dient vor allem als Restaurant.
Visualisierung/zvg Kopetschny-Architektur

2018 feiert der Thalwiler Fussballclub sein hundertjähriges Bestehen. Zu diesem Fest möchte sich der Verein mit seinen rund 900 Mitgliedern selber ein schönes Geschenk machen: ein neues Clubhaus. Seit 1984 dient den Fussballern ein Holzgebäude als Vereinslokal. Dieses befindet sich direkt neben dem Fussballplatz Brand 2 an der Autobahn.

Der FC Thalwil hatte das Gebäude in den 80er-Jahren der ehemaligen Firma Schwarzenbach für einen symbolischen Betrag abgekauft und selber umplatziert. Ursprünglich stand es nämlich im seenahen Marbachquartier und diente dort als Wohnhaus für die Firmenangestellten.

Restaurant mit Terrasse

Dass die Baracke schon bald auch in ihrer zweiten Bestimmung als Clubhaus ausgedient haben könnte, kommt nicht überraschend. Schon seit längerem liebäugelt der FC mit einem Neubau an gleicher Stelle. Auch im Gestaltungsplan Brand der Gemeinde ist ein solcher längst vorgesehen.

Wie das neue Clubhaus aussehen soll, zeigen nun die Pläne des Thalwiler Architekten Daniel Kopetschny. So sind im Erdgeschoss vier Mannschaftsgarderoben mit zwei Duschen vorgesehen und eine Garderobe für Schiedsrichter mit je einer Dusche für Männer und Frauen. Zudem sind separate Toiletten für Spieler und Zuschauer sowie ein Sanitätszimmer geplant.

Das Obergeschoss besteht aus einem grosszügigen Clubraum mit Küche respektive aus einem öffentlichen Restaurant, zu dem auch die 113 Quadratmeter grosse, überdachte Terrasse zählt (siehe Kasten). Im Inneren befinden sich ausserdem ein Büro, ein Theorieraum und weitere Toiletten. Im Vergleich zum heutigen Gebäude wird der Neubau rund doppelt so gross: knapp 30 Meter lang und 12 Meter breit.

Definitiv ist das Projekt aber noch nicht. «Es muss noch zwei Hürden meistern», sagt FC-Vorstandsmitglied und Projektverantwortlicher Peter Lindinger. Beide stehen im September an. Zum einen müssen die FC-Mitglieder dann an ihrer Vereinsversammlung Ja zum Vorhaben sagen. «Das wird allerdings wohl eher eine Formsache sein.»

Brand 2 wird Hauptspielfeld

Entscheidender ist die zweite Hürde: die Gemeindeversammlung vom 14. September. Denn auch die Thalwiler Stimmbürger müssen ihr Einverständnis geben, da die Gemeinde vorhat, den 1,4 Millionen teuren Neubau mitzufinanzieren. Und zwar mit 400 000 Franken. Damit soll der Bau des Erdgeschosses bezahlt werden. So hat es der Gemeinderat vorgesehen und im Gemeindebudget 2017 entsprechend festgehalten. Hinzu käme allerdings ein Darlehen von 500 000 Franken, das der Fussballclub der Gemeinde über 25 Jahre zurückzahlen müsste.

Für Thalwils Liegenschaften Vorstand Andreas Federer (CVP) ist klar: «Das Projekt des FC passt in den Gesamtplan, den die Gemeinde mit den Sportanlagen im Brand verfolgt.» Dieser Plan sieht beispielsweise vor, den Platz Brand 2 zum neuen Hauptspielfeld zu machen. Bis jetzt trägt die 1. Mannschaft des FC Thalwil ihre Spiele auf dem Feld im Etzliberg aus. Dank den Garderoben, die im Clubhaus entstehen sollen, sei ein Wechsel auf den Brand 2 möglich, sagt Federer. Dieser Wechsel löse auch das Problem der fehlenden Zuschauerparkplätze im Etzliberg.

Hinzu komme, dass die Infrastruktur im Etzliberg den Anforderungen des schweizerischen Fussballverbands ohnehin längst nicht mehr gerecht werden. «Aus Sicherheitsgründen müsste das Hauptspielfeld beispielsweise eingezäunt werden», erklärt Federer. Dies umzusetzen, sei nur auf dem Brand 2 möglich.

Auch in finanzieller Hinsicht sei das Clubhaus-Projekt für die Gemeinde ein Gewinn, sagt der Liegenschaftenvorstand. Denn die Gemeinde habe ursprünglich rund 900 000 Franken für die Sanierung der Garderoben im Etzliberg budgetiert. «Mit den 400 000 Franken für das neue Gebäude fahren wir deutlich günstiger.» Die Infrastruktur im Etzliberg würde bei Annahme der Clubhaus-Vorlage bestehen bleiben, aber nicht mehr erneuert werden. Das Spielfeld stünde aber weiterhin als Trainingsplatz zur Verfügung.

Lichtmasten und Tribüne

Die von Federer angesprochene Umzäunung des Brand 2 lässt die Gemeinde nächstes Jahr erstellen. Daneben stehen zwei weitere Massnahmen an, mit denen die Auflagen des Fussballverbands erfüllt werden sollen. So wird die heutige Lichtanlage durch neue Masten mit stärkeren Scheinwerfern ersetzt und das Geländer am Spielfeldrand wird um einige Meter rückversetzt. Zwischen Platz und Autobahn möchte die Gemeinde zudem eine kleine Tribüne in Form von Sitzstufen erstellen. All dies kostet rund 320 000 Franken und soll gleichzeitig mit dem Bau des FC-Hauses realisiert werden.

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