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Falscher Polizist macht grosse Beute

Über 70 000 Franken hat ein falscher Polizist einer 79-Jährigen abgenommen. Es ist schon das zweite Mal, dass eine Frau aus Kilchberg auf die Masche hereinfällt und Geld verliert.

Ein falscher Polizist hat bei einer Frau aus Kilchberg mit einem Telefonbetrug über 70 000 Franken ergaunert.
Ein falscher Polizist hat bei einer Frau aus Kilchberg mit einem Telefonbetrug über 70 000 Franken ergaunert.
Symbolbild David Baer

Per Telefon hat sich ein angeblicher Polizist bei einer 79-Jährigen aus Kilchberg gemeldet. Er erzählte der Frau auf Hochdeutsch eine umfassende Geschichte über einen angeblichen Täter, den man dingfest machen müsse, wie die Kantonspolizei Zürich vermeldet. Er konnte die Frau in mehreren Telefongesprächen davon überzeugen, dass ihr Geld auf der Bank sowie ihr Schmuck in Gefahr seien und sie die Wertsachen in Sicherheit bringen sollte. Das führte dazu, dass die Kilchbergerin bei verschiedenen Banken mehrere zehntausend Franken abhob und das Geld sowie Schmuck im Wert von über 70 000 Franken an einem vorgängig vereinbarten Ort in Kilchberg einem unbekannten Mann übergab. In der Annahme, nach der Geldübergabe die polizeiliche Aktion nun nicht mehr zu gefährden, wandte sich das Opfer noch gleichentags via Notrufnummer 117 an die Kantonspolizei Zürich.

Serh aktive Betrüger

Der Vorfall ist bereits der zweite, den die Kapo vermeldet. Schon im November hat ein falscher Polizist eine 61-Jährige aus Kilchberg dazu gebracht, einem Unbekannten Geld und Schmuck im Wert von über 100 000 Franken zu übergeben. Dass es zweimal Frauen aus Kilchberg traf, ist wohl dem Zufall zuzuschreiben. Denn wie Cornelia Schuoler, Mediensprecherin der Kantonspolizeiu Zürich, sagt, sind die Betrüger in den letzten Monaten auf dem Gebiet des Kantons Zürich sehr aktiv gewesen.

Diese beiden Fälle seien aber die einzigen bei der Polizei angezeigten, in denen tatsächlich Geld übergeben wurde. Schon im Oktober hatte die Kapo ein erstes Mal vor dieser neuen Masche von Telefonbetrug gewarnt.

Bayrischer Akzent

Die Täterschaft ist bisher unbekannt, die Ermittlungen der Kantonspolizei laufen. Nach Angaben des Opfers hat der falsche Polizist Hochdeutsch mit bayrischem Akzent gesprochen. Das erste Opfer gab an, dass er Hochdeutsch gesprochen hatte.

Die Kantonspolizei rät der Bevölkerung, die Identität eines angeblichen Polizisten beim lokalen Polizeiposten zu überprüfen. Sie ruft zu Vorsicht auf, wenn ein hochdeutsch sprechender Polizist einen dazu bringen will, grössere Geldsummen abzuheben, jemandem zu übergeben oder zu deponieren. Die Polizei verlange nie grössere Bargeldsummen — erst recht nicht telefonisch. Ebenso solle man nie Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen übergeben.

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