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Fähren bekommen mehr Platz

Die Zürichsee-Fähre baut in Horgen einen zusätzlichen Nachtliegeplatz. Das soll die Flexibilität erhöhen. Ein Betrieb mit sechs Fähren ist aber nicht vorgesehen.

Der vierte Standplatz soll direkt anschliessend an die bereits bestehenden Plätze in Horgen gebaut werden.
Der vierte Standplatz soll direkt anschliessend an die bereits bestehenden Plätze in Horgen gebaut werden.
Manuela Matt

Fünf Fähren sind bei der Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG derzeit in Betrieb. Am Tag fahren die Transportschiffe auf dem See. In der Nacht müssen sie irgendwo festgemacht werden. Derzeit «übernachten» drei Fähren an den dafür vorgesehenen Standplätzen in Horgen. Zwei liegen jeweils an der Verladerampe in Horgen.

Nun soll ein zusätzlicher, vierter Standplatz hinzu kommen. Die Zürichsee-Fähre AG hat beim Bundesamt für Verkehr ein entsprechendes Baugesuch eingereicht. Das teilten die Gemeinde Horgen und das Fährenunternehmen am Freitag mit.

Seegrund wird leicht abgesenkt

Gebaut werden soll der zusätzliche Platz direkt anschliessend an die bereits bestehenden drei Standplätze. Die Arbeiten werden im ersten Quartal 2017 in Angriff genommen. Damit die Fähre Platz hat, muss der Seegrund leicht abgesenkt werden. «Wir werden den Bereich deshalb ausbaggern müssen», sagt Martin Zemp, Geschäftsführer der Zürichsee-Fähre AG auf Anfrage. Im See werden zusätzliche Pfähle gesetzt. Landseitig entsteht ein kleiner Steg. Veränderungen bei der Liegewiese, die sich am Ufer direkt vor den Standplätzen befindet, wird es nicht geben. Der Seezugang soll im gleichen Rahmen wie bisher möglich sein.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 650000 Franken und werden von der Zürichsee-Fähre AG übernommen.

«Der Bau des neuen Standplatzes hat vor allem betriebliche Gründe», sagt Martin Zemp. Da heute in der Nacht alle vorhandenen Plätze belegt sind, fehlt eine Reserve. Das ist unter anderem dann problematisch, wenn ein Anlegeplatz aus technischen Gründen nicht genutzt werden kann. «Wenn das geschieht, müssen wir eine Fähre entweder im See verankern oder beim Anlegeplatz in Meilen unterbringen», erklärt Zemp. Letzteres sei ungünstig, weil Meilen kein geschützter Hafen sei, also Wind und Wetter direkter ausgesetzt ist als der Standplatz in Horgen.

Durch den zusätzlichen Standplatz erhofft man sich beim Schifffahrtsunternehmen zudem mehr Flexibilität beim Wechsel der Fähren im Betrieb. «Das System wird robuster», sagt Martin Zemp.

Mehr Platz braucht es auch wegen der neuen Fähre

Der zusätzliche Platz wird auch deshalb benötigt, weil die altgediente Fähre «Meilen» schon bald durch ein neueres Schiff ersetzt werden wird. Die neue Fähre wird im Sommer 2017 geliefert. Die alte kann aber erst im Frühling 2018 entsorgt werden. Das liegt daran, dass die Fähre in der Werfthalle der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft in Wollishofen demontiert wird. «Diese steht uns im Winter nicht zur Verfügung, weil die ZSG sie für ihre eigenen Schiffe benötigt», sagt Martin Zemp. Ohne den zusätzlichen Standplatz hätte die Fähre dann also während mehr als einem halben Jahr sechs Schiffe – aber nur fünf «Übernachtungsmöglichkeiten».

Eines will Martin Zemp betont haben: «Pläne für einen Betrieb mit sechs Fähren bestehen nicht. Das ist kein Thema». Die Nachfrage dafür sei zu gering und könne aus logistischen Gründen kaum umgesetzt werden.

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