Landwirtschaft

Extreme Sommerhitze schmälert den Heuertrag

Die Hitze und Dürre machten den Viehbauern im Bezirk Horgen zu schaffen. Heu für die Tiere fehlt. Die Ausfälle sind je nach Standort der Betriebe sehr unterschiedlich.

Verschiedene Landwirte im Bezirk Horgen müssen wegen des trockenen Sommers einen erheblichen Futterausfall für ihr Vieh hinnehmen.

Verschiedene Landwirte im Bezirk Horgen müssen wegen des trockenen Sommers einen erheblichen Futterausfall für ihr Vieh hinnehmen. Bild: Keystone

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«Wir sind noch einigermassen glimpflich über die Runden gekommen», sagt Hans Zollinger, Präsident des Viehschauvereins Hirzel, der auf dem Betrieb Gumpi und Föxen im Hirzel zusammen mit seinem Bruder rund 70 Kühe hält. «Das Heu, das wir in diesem Sommer einbringen, wird knapp ausreichen.»Normalerweise könnte er auf seinen Wiesen rund vier bis fünf Schnitte tätigen.

Wegen der lang andauernden hohen Temperaturen und dem fehlenden Regen zeichnete sich aber schon im Hochsommer ab, dass mindestens ein Schnitt fehlen wird. Dies ist nun auch so. Zollinger sagt, er sei froh, dass der Schaden nicht grösser ist: «Dies ist vor allem dem guten Herbst mit viel Sonne und reichlich Regen zu verdanken. Er erlaubte Ende September noch einen letzten Schnitt, der überdurchschnittlich war».

Standort entscheidend

Verschiedene Landwirte müssen einen grösseren Futterausfall als Zollinger hinnehmen, der sich wegen nötigen Zukäufen auch auf das Einkommen auswirken wird. Dies betrifft vor allem Bauern, die Flächen an trockenen Standorten bewirtschaften.

Ein Beispiel dafür ist Marcel Aschwanden: Der Landwirt vom Hof Dürenmoos im Hirzel berichtet, dass sein Futterertrag um rund einen Drittel schlechter sei als in anderen Jahren. Er werde Luzerne, auch «Ewiger Klee» genannt, aus Italien dazukaufen, um seine Tiere über den Winter zu bringen. In Zukunft werde er aller Voraussicht nach Luzerne in den Grasbestand einsäen, da diese tief wurzelnden Pflanzen hitzeresistenter seien.

Generell sind Bauern, die moorige, also feuchtere Gebiete bebauen, weniger stark von Ausfällen betroffen als Landwirte mit sonnenexponierten Flächen, sagt Hans Zollinger. Wegen den Einbussen werden letztere ihre Viehbestände senken müssen.

Zu eigentlichen Notschlachtungen sei es zwar nicht gekommen. Weniger ergiebige Tiere, die Schwierigkeiten haben trächtig zu werden oder in der Milchleistung suboptimal sind, werden aber tendenziell weniger lang gehalten oder ein Jahr früher geschlachtet.

Erstellt: 05.10.2018, 15:53 Uhr

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