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«Es hätte noch viel schlimmer sein können»

Der ehemalige Skirennfahrer Silvano Beltrametti erzählte in Wädenswil aus seinem Leben und über den Unfall, der ihn in den Rollstuhl brachte.

Der ehemalige Skirennfahrer Silvano Beltrametti erklärte seinem Publikum, dass nichts im Leben selbstverständlich ist.
Der ehemalige Skirennfahrer Silvano Beltrametti erklärte seinem Publikum, dass nichts im Leben selbstverständlich ist.
Sabine Rock

Mit emotionalen Bildern steigt Silvano Beltrametti in sein Referat im Etzelzentrum ein. Die katholische Kirche Wädenswil hat den sympathischen jungen Mann eingeladen. In einem kurzen Film zeigt er Szenen aus der Vergangenheit: vor dem Unfall, den Unfall selber und sein Leben danach.

Der 8. Dezember 2001 veränderte Silvano Beltramettis Leben auf einen Schlag. Der damals 21-jährige Bündner war auf dem besten Weg an die Weltspitze des Skisports. Seine erste Weltcupsaison beendete er auf dem 5. Platz der Weltrangliste. Seine Ziele waren hoch und klar. Sein Traum und seine Vision waren greifbar. Er wollte in Salt Lake City an den Olympischen Winterspielen 2002 die Goldmedaille holen. Doch es kam alles anders. Am 8. Dezember, beim Rennen im französischen Val d’Isère, – er lag einige Hundertstel vor dem Erstplatzierten –, macht er einen Fehler. Mit seinen Ski zerschneidet er das Hochsicherheitsnetz, donnert in einen Pfeiler und prallt mit dem Rücken auf einen spitzen Stein. Schrecksekunden. Als er den Unfall auf der Leinwand zeigt, geht ein Raunen durch den Raum. Noch immer, auch 14 Jahren danach, läuft einem ein kalter Schauer über den Rücken.

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