Wädenswil

Wädenswil bewilligt Bau von 300 Wohnungen

Die Hangenmoos AG hat die Baubewilligung für die neue Siedlung Hangenmoos erhalten. Der Beginn der Rückbauarbeiten ist für nächsten Frühling geplant.

Um die Gebäude der neuen Hangenmoos-Siedlung ist eine parkähnliche Anlage mit Spielplätzen, Ruhe- und Begegnungszonen geplant.

Um die Gebäude der neuen Hangenmoos-Siedlung ist eine parkähnliche Anlage mit Spielplätzen, Ruhe- und Begegnungszonen geplant. Bild: Visualisierung: PD

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In wenigen Monaten fahren in der Hangenmoos-Siedlung die die Bagger auf. Wie die Hangenmoos AG mitteilt, verfügt sie jetzt über eine rechtskräftige Baubewilligung und plant, die Realisierung der neuen Überbauung zügig an die Hand zu nehmen. «Derzeit arbeiten wir die Auflagen für das Erlangen der Abbruchbewilligung ab», erklärt Franca Comalini, Architektin und Geschäftsleiterin der Hangenmoos AG.

So sei etwa die Schadstoffsanierung der 19 Plattenbauten mit 253 Wohnungen bereits im vollen Gange. Diese wird von einem Schadstoffspezialisten und der SUVA begleitet. Dabei seien «die für das Baujahr üblichen Substanzen festgestellt», sagt Comalini. Also im Wesentlichen Asbestspuren in den Badezimmern und Küchen. Comalini rechnet damit, die Abbruchbewilligung für die 1967 gebaute Siedlung bis spätestens Anfang 2019 zu erhalten.

Bauzaun mit «Guckfenstern»

Aus Sicherheitsgründen wird das Gelände noch vor Jahresende eingezäunt. Mit der Abteilung Planen und Bauen der Stadt Wädenswil habe man ein Konzept vereinbart, wonach auf der langen Zaunwand Informationen über das Bauvorhaben, ein Baustellenplan und einige Visualisierungen ausgehängt würden. Zudem haben interessierte Passanten die Möglichkeit, das Geschehen auf der Baustelle durch kleine «Baustellenfenster» zu beobachten.

Geht alles nach Plan, kann im Herbst 2019 mit dem Bau der neuen Gebäude begonnen werden. «Durch den natürlichen Bauablauf werden die Wohnungen in drei bis vier Tranchen gestaffelt bezugsbereit sein», erklärt Comalini. Angefangen zu bauen wird im unteren Bereich der Zugerstrasse. 2021 sollen diese Bauten bezugsbereit sein. Mit der Beendigung des ganzen Projekts rechnet die Hangenmoos AG bis 2024.

Wohnungen ab 1000 Franken

Insgesamt sind auf der Parzelle zwischen Zuger- und Holzmoosrütistrasse 18 Bauten geplant, die teilweise als Doppel- und Trippelhäuser gruppiert werden. Die neuen Gebäude bieten Platz für 305 Wohnungen à eineinhalb bis fünfeinhalb Zimmern im mittleren Preissegment. Des Weiteren ist ein Gemeinschaftsraum, allenfalls ein Doppelkindergarten sowie sieben Büros geplant.

Eine 100 Quadratmeter grosse viereinhalb-Zimmer-Wohnung soll für zwischen 2300 und 2770 Franken pro Monat zu haben sein, die eineinhalb- bis dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen bereits ab 1000 Franken. «Alle Preise basieren auf Kostenprognosen und Hochrechnungen», sagt Comalini. Anhand einer detaillierten Analyse der Baukosten werde die Hangenmoos AG die genauen Mietpreise in den kommenden sechs Monaten festlegen und kommunizieren.

Insgesamt sind auf der Parzelle zwischen Zuger- und Holzmoosrütistrasse 18 Bauten geplant, die teilweise als Doppel- und Trippelhäuser gruppiert werden.

Von der Zugerstrasse her erfolgt die Zufahrt in die geplante Tiefgarage. Auf zwei Ebenen sind rund 330 Parkplätze geplant. Das sind deutlich weniger, als die ursprünglich vorgesehenen 407. «Durch eine präzise Optimierung ist es uns gelungen die Anzahl Parkplätze so zu reduzieren, dass nur zwei Tiefgaragenebenen nötig sind», sagt Comalini. Zudem gibt es entlang der Holzmoosrütistrasse 24 oberirdische Besucherparkplätze. Ab der Pfannenstilstrasse sollen weitere fünf Parkplätze für Besucher entstehen.

Geplant wird die Überbauung von den Architekten der Gigon Guyer Büros aus Zürich. Die Bauleitung übernimmt die in Wädenswil ansässige Hotz Partner AG. Wie Comalini erklärt sei man bemüht, bei der Realisierung der neuen Hangenmoos Siedlung mit regionalen Firmen zusammenzuarbeiten. Mit der Hotz Partner AG habe man einen qualifizierten lokalen Partner gefunden.

Bereits 2014 begann die Hangenmoos AG mit der Planung der neuen Überbauung. Zahlreiche Rekurse liessen das Projekt jedoch nur langsam vorankommen, so dass sich der geplante Baubeginn von 2017 um zwei Jahre verzögerte. Das Baurekursgericht wies zwar, mit Ausnahme einer Beschwerde bezüglich der geplanten Gebäudehöhen, alle Einwände ab. Doch die Rekurenten zogen weiter ans Verwaltungsgericht. Diesen Sommer kam es schliesslich zu einer aussergerichtlichen Einigung. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 22.11.2018, 17:06 Uhr

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