Wädenswil

«Es gehört eine Portion Glück dazu»

Die Wädenswilerin Christina Zurfluh Fraefel ist neue Kantonsrätin. Dass sie auf das Ende der Legislatur hin nachrutschen könnte, kam für sie unerwartet.

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Seit September sind Sie Mitglied des Kantonsrates. Wie erlebten Sie den Einstieg in die kantonale Politik?
Christina Zurfluh Fraefel: Ich war beeindruckt von der altehrwürdigen Kulisse des Ratshauses und der schönen Vereidigungszeremonie.

Sie gehören der grössten Kantonsratsfraktion an und sind eines von 55 SVP-Mitgliedern. Wie wurden Sie aufgenommen?
Meine neuen Kolleginnen und Kollegen haben mich durchweg herzlich aufgenommen.

Wofür möchten Sie sich einsetzen?
Für einen lebenswerten Bezirk Horgen mit einer ausgewogenen Bevölkerungsdurchmischung. Mir ist es ein Anliegen, dass der Individualverkehr den gleichen Stellenwert hat wie der öffentliche Verkehr. Als Finanzpolitikerin finde ich, dass ausgewogene Finanzen die wichtigste Grundlage für alle Vorhaben sind.

2015 wurden Sie auf den zweiten Ersatzplatz nach Marcel Suter, Thalwil, gewählt. Nun sind Sie für den Richterswiler Jürg Trachsel nachgerutscht. Haben Sie zu Beginn der Legislatur, damit gerechnet, Einsitz im Kantonsrat zu nehmen?
Nein, absolut nicht. Meine Erfahrung ist, dass sich politische Ämter schlecht oder gar nicht berechnen lassen. Es gehört immer eine Portion Glück dazu.

Übernehmen Sie Trachsels Kommissionssitze?
Nein, das wurde neu geregelt. Es ist geplant, dass ich in der Aufsichtskommission für wirtschaftliche Unternehmungen (AWU) Einsitz nehmen werde. Das beinhaltet die Aufsicht der ZKB, des EKZ und der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ). Dabei hilft mir sicher meine Erfahrung aus der Wädenswiler Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK).

Bleiben Sie Mitglied des Wädenswiler Parlaments?
Ja. Da ich Teilzeit arbeite, habe ich diese Kapazität.

Wie fliesst Ihr Kantonsratsmandat in die lokale Politik ein?
Im Idealfall gegenseitig befruchtend. Aber es ist zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht, eine konkrete Aussage zu treffen.

Sie sind eine weitere Wädenswilerin im Kantonsrat nebst Jonas Erni, SP, Astrid Furrer, FDP, und Tobias Mani, EVP. Wie wird eure Zusammenarbeit sein?
Auch das wird die Zukunft zeigen. Ich denke, jeder von uns hat seine Schwerpunkte.

Das Interview wurde schriftlich geführt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.09.2018, 15:39 Uhr

«Ausgewogene Finanzen sind die wichtigste Grundlage für alle Vorhaben sind.» Christina Zurfluh Fraefel

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