Wädenswil

Es bleibt dunkel

Die Stadt nimmt vier Strassenlaternen ausser Betrieb. Eine Anfrage der SVP-Fraktion ändert nichts an diesem Entscheid.

Die Demontage mehrerer Strassenlaternen sorgt in Wädenswil für Diskussionen.

Die Demontage mehrerer Strassenlaternen sorgt in Wädenswil für Diskussionen. Bild: Archiv Moritz Hager

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Die SVP-Fraktion sorgt sich um die Sicherheit der Anwohnerinnen und Anwohner an der Waisenhausstrasse und im Felsen oberhalb des Wädenswiler Siedlungsgebietes. Weil die Stadt dort vier Strassenlaternen ersatzlos streicht, hat die Fraktion eine Anfrage an den Wädenswiler Stadtrat eingereicht.

Sie wollte in Erfahrung bringen, wieso die Anwohner vorgängig nicht informiert wurden, ob das Energiesparen die höhere Priorität als die Sicherheit geniesse und ob es nicht eine Möglichkeit gebe, die Lampen mit LED auszurüsten.

Wie der Stadtrat nun in seiner Antwort festhält, ist die Energiestadt Wädenswil sehr zurückhaltend mit dem Bau und dem Ersatz von Strassenleuchten, welche ausserhalb der Bauzonen liegen. Dies entspreche auch der Praxis des Kantons Zürich. Wird eine Freileitung in den Boden verlegt, ersetzt die Stadt Wädenswil die Strassenleuchten nicht mehr, ausser es handelt sich um wichtige Kreuzungen, Unfallschwerpunkte oder Bushaltestellen.

Bei den betroffenen vier Leuchten seien aber nur wenige Anwohnerinnen und Anwohner betroffen, argumentiert der Stadtrat. Weiter sei die Waisenhausstrasse kein Unfallschwerpunkt. In den letzten fünf Jahren sei auf der betroffenen Strecke kein Unfall registriert worden.

Kunstlicht vermeiden

Dem Stadtrat geht es bei dieser Praxis, welche die Baukommission 2017 beschlossen hat, in erster Linie darum, Lichtverschmutzung zu verhindern. Er achte schon in der Projektierungsphase von Um- oder Neubauten darauf, dass unnötiges Kunstlicht vermieden werden könne.

Die Baukommission habe deshalb im Oktober 2018 im Zusammenhang mit der Erdverlegung der Freileitung durch das EKZ an der Waisenhausstrasse entschieden, die vier vorhandenen Leuchten nicht mehr zu ersetzen. Dies auch, weil die Gemeindestrasse die Kriterien wie eine Bushaltestelle oder eine wichtige Kreuzung nicht erfüllte. Die Lampen mit LED auszurüsten, geht aus technischen Gründen nicht, da keine Kandelaber vorhanden sind, sondern lediglich die alten Leuchten.

Das Strässchen bleibt also weiterhin dunkel. Eine Wirkung hatte die Anfrage der SVP aber dennoch. Die Stadt Wädenswil will künftig die Anwohnerinnen und Anwohner informieren, bevor sie Strassenlampen ausser Betrieb nimmt. Bisher habe sie solche Änderungen nicht kommuniziert, weil es keine Probleme gegeben habe. (red/mst)

Erstellt: 16.07.2019, 16:37 Uhr

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