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Erweiterung der Schulanlage Töss soll ohne neue Turnhalle auskommen

Die Planung zur Erweiterung der Schulanlage Töss nimmt konkrete Formen an. Jedoch ist die einst angedachte neue Turnhalle in der neuen Variante definitiv vom Tisch. Dadurch spart die Gemeinde sieben Mio. Franken ein. Der Gemeinderat verfolgt nun den Bau eines ebenerdigen Schulparks.

Sagt der Souverän Ja zum Projekt, könnte als Erweiterung der Schulanlage Töss ein ebenerdiger Schulpark auf dem Gelände zu stehen kommen.
Sagt der Souverän Ja zum Projekt, könnte als Erweiterung der Schulanlage Töss ein ebenerdiger Schulpark auf dem Gelände zu stehen kommen.
Visualisierung Hornberger Architekten AG

Die Richterswiler Exekutive hat entschieden: Die Schulanlage Töss soll um einen ebenerdigen Schulpark erweitert werden – jedoch ohne ursprünglich geplanten Bau einer neuen Turnhalle. Dies jedoch nur, sofern die Stimmbürger diese Variante an der Urne im kommenden Frühling gutheissen.

Die bestehende und unter Denkmalschutz stehende Turnhalle würde in der neuen Variante lediglich saniert und weiterhin als solche genutzt. Dadurch spart die Gemeinde rund 7 Millionen Franken im Vergleich zur ersten Grobkostenschätzung aus dem letzten Jahr von rund 21 Millionen Franken. Die Richterswiler hatten einem Projektierungskredit über 1,4 Millionen Franken zur Erweiterung der Schulanlage an der Urne im September 2015 klar zugestimmt. Sie beauftragten den Gemeinderat damit, ein entsprechendes Projekt auszuarbeiten.

In der neuen Variante füge sich der ebenerdige Schulpark nahtlos ins Gelände ein, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Findet der Souverän Gefallen an der neuen Projektidee, stünden den Richterswiler Primarschülern nach der Erweiterung der Schulanlage Töss rund 2000 Quadratmeter mehr Nutzfläche zur Verfügung.

Elf Klassenzimmer

Nach der Umsetzung der Erweiterung der Schulanlage Töss, die sich an der Kirchstrasse 29 und der Bergstrasse 3 mitten im Dorf befindet, stünden in der gesamten Schulanlage neu elf zusätzliche Räume in der Grösse von Klassenzimmern mit je 70 Quadratmetern zur Verfügung. «Diese verteilen sich dann auf den Neubau und die bereits bestehenden Schulhäuser», sagt Schulpräsident Markus Oertle (SP).

Zusätzlich würden gemäss Oertle zehn Gruppenzimmer à 35 Quadratmeter, fünf Kleingruppenzimmer à 15 bis 20 Quadratmeter, ein grosszügiges Foyer mit 300 Quadratmetern, Nebenräume inklusive Toiletten mit 160 Quadratmetern, Abstellräume mit gesamthaft 125 Quadratmetern sowie ein Grossraum für die Tagesbetreuung mit 180 Quadratmetern, der auch als Mehrzweckraum genutzt werden kann, das räumliche Angebot der Schule Töss komplettieren.

Anwohner bereits informiert

Die einst zusätzlich geplante neue Turnhalle ist nun definitiv dem Rotstift der Richterswiler Exekutive zum Opfer gefallen. Denn das revidierte Budget 2016 zwang den Gemeinderat noch einmal über die Bücher. Bereits im November 2015, also noch bevor die Gemeinde nach einem genehmigten Rückweisungsantrag zum Budget 2016 während dreier Monate mit einem Notbudget über die Runden musste, forderten einige Richterswiler Ortsparteien, namentlich die FDP und SVP, eine Redimensionierung des Projekts der Schulanlage Töss.

Mit dem nun vorliegenden Projekt zeigt sich Gemeindepräsident Hans Jörg Huber (FDP) jedoch zufrieden: «Die neue Variante ist eine gute Lösung». Denn nebst dem Vorteil der Kosteneinsparungen, hätte es gegen die neue Turnhalle mehrere Einsprachen aus der Nachbarschaft gegeben, weiss er. «Ohne die Turnhalle muss nicht zwingend ein Hochbau neben das Schulhaus «Altes Töss» gebaut werden», sagt Huber. Die Gemeinde Richterswil hat die Anwohner der Schulanlage Töss über das neue Vorhaben Anfang dieser Woche informiert.

Zwei Jahre Bauzeit

Auch die Richterswiler Sportvereine dürften ob der neuen Erweiterungsvariante frohlocken. «Diese wollen nämlich lieber eine Dreifachturnhalle in der Gemeinde», sagt Hans Jörg Huber. Dieses Ziel könnten sie nun weiterverfolgen. Denn wäre eine neue Halle in der Schulanlage Töss gebaut worden, «wäre eine Dreifachturnhalle andernorts rein finanziell nicht mehr realistisch gewesen», so Huber.

Beim vorliegenden Bauprojekt sieht die Gemeinde weitere Vorteile: «Mit dem ebenerdigen Schulpark wird der Aussenraum nicht weiter zugebaut», heisst es in einer Mitteilung. Zudem könne der alte Baumbestand mit der grossen Linde erhalten bleiben und die Frei- und Spielflächen blieben im heutigen Umfang bestehen.

An die Urne schreiten und über das Projekt befinden können die Richterswiler voraussichtlich im kommenden Frühling. «Danach werden wir so rasch als möglich das Baugesuch einreichen», sagt Markus Franssen, Leiter Liegenschaften auf der Gemeinde Richterswil. Sollten keine Rekurse kommen und die Baubewilligung zur Erweiterung erfolgen, könnte mit dem Bau Ende 2018, spätestens im Frühling 2019 erfolgen. «Ab dann rechne ich mit einer rund zweijährigen Bauzeit», sagt Franssen.

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