Zürichsee

Politiker kritisieren schleppende Seeuferweg-Planung

«Die bisherige Geschwindigkeit ist absolut unbefriedigend»: In einem Postulat an den Regierungsrat kritisieren drei Kantonsräte vom Zürichsee die schleppende Planung des Seeuferwegs.

Die Wege entlang des Zürichseeufers sind seit Jahren ein Politikum.

Die Wege entlang des Zürichseeufers sind seit Jahren ein Politikum. Bild: Archiv ZSZ

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Der Druck auf den Regierungsrat in der Causa Seeuferweg verstärkt sich. Die drei Kantonsräte Tobias Mani (EVP, Wädenswil), Jonas Erni (SP, Wädenswil) und Thomas Wirth (GLP, Hombrechtikon) verlangen vom Regierungsrat bei der Planung und dem Bau eines durchgehenden Seeuferwegs vorwärts zu machen.

Deshalb reichten sie Anfang Woche ein dringliches Postulat ein. Es ist der zweite Vorstoss von links und Mitte-Parteien innert kürzester Zeit. Bereits letzte Woche reichten drei Kantonsräte, darunter auch Erni und Wirth, eine parlamentarische Initiative ein.

«Geschwindigkeit ist absolut unbefriedigend»

Während die Kantonsräte mit der Initiative einen Gesetzesartikel streichen wollen, der Gemeinden dazu verpflichtet, einen Fünftel der Kosten für den Bau von Seeuferwegen zu übernehmen, fordern sie im Postulat eine Berichterstattung vom Regierungsrat. «Der Bericht soll einerseits einen Überblick über den Stand der Planung zum heutigen Zeitpunkt geben und andererseits aufzeigen, wie der Regierungsrat die Realisierung des Zürichsee-Uferwegs aufgleisen will, damit es zügig vorwärts geht», schreiben die Postulanten. Zudem soll der Bericht einen Zeit- und Vorgehensplan über die nächsten 15 bis 20 Jahre enthalten.

Die Kantonsräte halten fest, dass der Kanton seit 2016 verpflichtet ist, Jahr für Jahr ein Stück Seeuferweg zu realisieren. Zu diesem Zweck werden jährlich sechs Millionen Franken budgetiert, wovon vier Millionen dem Zürichsee-Ufer zugutekommen sollen. «Dieses Budget wird aber kaum verwendet, weil keine realisierbaren Projekte vorhanden sind», monieren die drei Postulanten. Es sei Zeit, die Hände aus dem Schoss zu nehmen und die vorhandenen Uferweg-Lücken zu schliessen. «Die bisherige Geschwindigkeit ist absolut unbefriedigend und lässt keine weitere Verzögerung zu», heisst es im Postulat weiter.

Dass mit Tobias Mani und Jonas Erni gleich zwei Wädenswiler das Postulat eingereicht haben, hat Gründe. Zwischen dem Wädenswiler Seeplatz und der Halbinsel Giessen besteht eine Lücke im Uferweg, deren Schliessung vor allem linke Parteien seit Jahren fordern.

Erstellt: 26.06.2019, 11:40 Uhr

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