Kilchberg

Er will Kilchbergs erster Grüner Gemeinderat werden

Die Grünen schicken den 49-jährigen Mitsch Kaufmann in das Rennen um den frei werdenden Gemeinderatssitz von Remo Moser.

Mitsch Kaufmann will für die Grünen einen Sitz im Kilchberger Gemeinderat erobern.

Mitsch Kaufmann will für die Grünen einen Sitz im Kilchberger Gemeinderat erobern. Bild: pd

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Bereits kurz nach den Erfolgen bei den kantonalen und nationalen Wahlen, kündete Edith Häusler, Präsidentin der Grünen Bezirk Horgen an, dass die Partei ins Rennen um einen der frei werdenden Sitze im Kilchberger Gemeinderat einsteigen werde.

Zur Erinnerung: vor zwei Wochen gab die Gemeinde Kilchberg die Rücktritte von Dieter Lehner (FDP) und Remo Moser (Vereinigung der Parteilosen) aus dem Gemeinderat bekannt. Nun haben die Grünen ihre Nomination definitiv bekannt gegeben: Der 49-jährige Sozialarbeiter und Sozialpädagoge Mitsch Kaufmann will als erster Grüner Politiker in den Kilchberger Gemeinderat. «Bisher sind die Grünen in Kilchberg in der Opposition. Die Zeit ist reif, dass wir auch auf kommunaler Ebene Verantwortung übernehmen», sagt er.

Aufgewachsen ist Mitsch Kaufmann im Bezirk Horgen. Seit 2003 lebt er in Kilchberg. 2010 wurde der diplomierte Sozialpädagoge in die Kilchberger Sozialkomission gewählt und seither zweimal bestätigt. Zusätzlich engagiert er sich seit fünf Jahren in der Krippen- und in der Hortkommission. Auch beruflich ist Kaufmann im Sozialbereich tätig. Seit 2012 arbeitet er Teilzeit als Sozialarbeiter bei der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) in Meilen. «Dadurch verfüge ich nicht nur über politische, sondern auch fachliche Kompetenz in diesem Bereich.»

Klare Präferenz

Wegen seines Hintergrunds möchte Kaufmann denn auch das Ressort Soziales und Gesundheit von Remo Moser übernehmen. «Ich kenne das Ressort seit bald zehn Jahren. Daher ist es klar meine Präferenz. Aber ich würde auch einen anderen Bereich nehmen.» Als Neuling könne man schliesslich keine Wünsche anbringen.

Seinen grössten Trumpf sieht Mitsch Kaufmann in seiner guten Vernetzung im Dorf. Der Vater dreier schulpflichtiger Kinder ist auch in seiner Freizeit sozial engagiert. So bietet er zum Beispiel einmal in der Woche einen Mittagstisch für die Nachbarskinder an und organisiert die jährlich stattfindende Velobörse auf dem Schulhausplatz. Daneben singt er im Chor. Auch seine Frau und der Nachwuchs sind in verschiedenen hiesigen Vereinen, etwa im Tennisclub, der Pfadi oder dem Turnverein, aktiv.

Für Mitteparteien wählbar

Linke Politiker haben in Kilchberg traditionell einen schwierigen Stand. So kandidierte Edith Häusler sowohl 2010 als auch 2014 erfolglos für einen Sitz im Gemeinderat. «Kilchberg ist klar bürgerlich-liberal geprägt», sagt Kaufmann. Das sei an sich kein Problem. «Es ist richtig, dass der Gemeinderat von einer liberal-freisinnigen Mehrheit geprägt ist. Das entspricht der Meinung der Kilchberger Bevölkerung.» Doch auch die Minderheiten müssen vertreten sein, sagt Kaufmann.

Er sei zuversichtlich, mit seiner Kandidatur erfolgreich zu sein. «Man kennt mich als vernünftigen Fachpolitiker», sagt Kaufmann. Das mache ihn auch für die Mitteparteien wählbar. «Ich will mich nicht nur auf ökologische Themen beschränken. Wichtig ist mir vor allem, dass wir in der Sozialpolitik Lösungen finden, die der breiten Bevölkerung zugute kommen.»

Bereits vergangene Woche hat die FDP bekannt gegeben, dass sie mit Peter Barmettler den Sitz von Dieter Lehner verteidigen will.

Ob es die Grünen erstmals mit einem Kandidaten in Kilchbergs Gemeinderat schaffen, entscheidet das Stimmvolk am 9. Februar 2020.

Erstellt: 31.10.2019, 15:26 Uhr

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