Horgen

Entscheid über Gymi-Standort steht kurz bevor

Der Kanton dürfte bald entscheiden, ob er in Horgen oder Wädenswil ein Gymi bauen wird. In der Schlussphase der Verhandlungen preisen die Beteilitgten «ihren» Standort.

Szene aus einem Klassenzimmer der Kantonsschule Rämibühl in Zürich: Bald entscheidet sich, wo am linken Seeufer es künftig eine ähnliche Bildungsstätte geben wird.

Szene aus einem Klassenzimmer der Kantonsschule Rämibühl in Zürich: Bald entscheidet sich, wo am linken Seeufer es künftig eine ähnliche Bildungsstätte geben wird. Bild: Keystone

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Drei mögliche Standorte sind im Gespräch: in Horgen das Grob-Areal beim Bahnhof und die Allmend, die zwischen den Bahnhöfen See und Oberdorf liegt sowie in der Au der Au-Park in Gehdistanz zum Bahnhof. Weder der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) noch der Horgner Gemeinderpäsident Theo Leuthold (SVP) lobbieren öffentlich für ein Gymi auf ihrem Gemeindegebiet. Die Vorzüge «ihrer» Standorte betonen sie jedoch an geeigneter Stelle.

Der Horgner Gemeinderat hat kürzlich dem Regierungsrat die Allmend empfohlen. Er favorisiere sie gegenüber dem Grob-Areal, da dieses direkt bei der Berufsschule liege, schrieb er. Bei beiden Schulanlanlagen fehlten Aussenanlagen. Dies hätte zur Folge, dass gegen 2000 Berufs- und Gymischüler auf der Suche nach Freiraum die Seeanlagen und das Bahnhofareal überbeanspruchen würden.

Allmend in Horgen bevorzugt

Unterstützung erhielt der Gemeinderat gestern von der Interessengemeinschaft der Horgner Sportvereine (IGHS). Sie führt in einer Mitteilung zehn Argumente auf, wieso das Gymi in der Allmend Horgen zu stehen kommen soll. So habe der Kanton das Land bereits 1977 für einen Mittelschulstandort gesichert. Zudem sei das Grundstück sofort vergügbar. Die IGHS verfolgt in der Allmend eigene Interessen in Verbindung mit dem Gymnasium. Sie lancierte die Idee eines Campus mit Infrastruktur für Sport.

Der Wädenswiler Stadtpräsident betont, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sei ein wichtiges Kriterium, damit das Gymi ein Erfolg werde. Der Au-Park sei wegen der Nähe zum Bahnhof und der Grösse «nahezu pefekt.» Das Areal sei flexibel bebaubar und es gebe Möglichkeiten für Synergien, etwa eine Turnhalle.

Die neusten Vorstösse deuten darauf hin, dass um den Standort ein Seilziehen stattfindet. In dieses Bild passt auch, dass der Entscheid mehrfach vertagt wurde und die Parteien in der Schlussphase noch einmal die Vorzüge «ihres Standortes» betonen.

«Wir befinden uns in der Entscheidungsphase», sagt Wolfgang Annighöfer von der Bildungsdirektion. Er bestätigt, dass sich das Geschäft noch in einem «politischen Prozess» befinde und «intensive Gespräche» stattfänden.

Erstellt: 14.11.2016, 18:33 Uhr

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