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Entlassene nach Schiffszuschlag-Aus wieder an Bord

Die Abschaffung des Schiffsfünflibers wirkt sich positiv aus. Die Kursschiffe auf dem Zürichsee sind gut besetzt, die Bordgastronomie floriert. Alle 20 im Herbst Entlassenen konnten im April wieder angestellt werden.

Christian Dietz-Saluz
Der Pächter der Gastronomie auf den Zürichseeschiffen musste letztes Jahr ein Viertel der Festangestellten entlassen. Grund für die Kündigungen war der sinkende Umsatz seit der Einführung des Schiffszuschlages.
Der Pächter der Gastronomie auf den Zürichseeschiffen musste letztes Jahr ein Viertel der Festangestellten entlassen. Grund für die Kündigungen war der sinkende Umsatz seit der Einführung des Schiffszuschlages.
Archiv Manuela Matt

Nur einen Monat hat es gedauert und alles scheint wie früher. Nachdem der Regierungsrat am 29. März den Schiffsfünfliber für Kursfahrten auf Zürichsee und Limmat abgeschafft hat, sind die Schiffe wieder voll mit Fahrgästen.

Gegenüber dem Regionaljournal «Zürich/Schaffhausen» von Radio SRF 1 gab Wiebke Sander, Sprecherin der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG), zwar noch keine konkreten Zahlen an. Aber die Schiffe waren im April «sehr gut besetzt». Das sei sicher auch auf das «hervorragende Wetter im April» zurückzuführen.

Notkonzept aufgehoben

Neben ZSG und den in Scharen zurückgekehrten Schiffsfahrgästen ist auch Roland Thalmann ein Gewinner. Der Pächter der Schiffsgastronomie musste im letzten September wegen der eingebrochenen Passagierzahlen 20 seiner rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kündigen. Jetzt hat er alle wieder eingestellt, wie er im Regionaljournal bestätigte. «Wir können mit Freude sagen: Alle sind wieder an Bord.»

Auch das wegen der Fahrgastflaute aufgestellte Notkonzept ist nun hinfällig. Geplant war, nur noch wenige bediente Restaurants auf den Schiffen zu führen und mehrheitlich mit Verpflegungskiosken ein reduziertes gastronomisches Angebot zu erhalten. Die Selbstbedienung ist jetzt vom Tisch: «Alle Schiffe und alle Etagen sind wieder bedient», sagte Thalmann gegenüber Radio SRF 1.

Ein Drittel eingebüsst

Der im Dezember 2016 eingeführte fünffränkige Aufpreis für Kursschiffe auf dem Zürichsee und der Limmat war Teil eines Sanierungsprogramms der Finanzen im Kanton Zürich. Er sollte 3 Millionen Franken Mehreinnahmen generieren. Tatsächlich brachte der Schiffsfünfliber im ersten Betriebsjahr nur 2,36 Millionen ein.

In derselben Zeit verlor die ZSG aber ein Drittel (über eine halbe Million) ihrer Fahrgäste. Zurückgenommen wurde der Zuschlag vor dem Osterwochenende als Kompensation für die seit 1. Januar um 0,3 Prozentpunkte gesenkte Mehrwertssteuer.

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