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Ende gut, alles gut

Daniela Haag, Redaktionsleiterin ZSL, zum Entscheid des Bundesgerichtes zur Fusion Horgen / Hirzel.

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Lange, für viele Leute zu lange, benötigte der Zürcher Regierungsrat für den Gymi-Standortentscheid. Vier Jahre nach der Ankündigung einer neuen Mittelschule am linken Ufer hat er sich für die Au ausgesprochen.

Diese Wahl hat sich abgezeichnet. Denn es waren am Schluss nur noch zwei Standorte im Rennen. Nebst dem Au-Park bot sich die Allmend in Horgen an. Hätte der Kanton die grüne Wiese in Horgen bevorzugt, hätte er sich schon lange für diese aussprechen können. Denn der Kanton besitzt dort bereits Land. Er hätte nicht mit einem Landbesitzer verhandeln müssen, wie dies für das Areal in der Au der Fall war.

Der Standortentscheid ist nachvollziehbar. Die Horgner Allmend ist im Gegensatz zum Au-Park nicht direkt mit der S-Bahn erreichbar. Diesen Faktor hat der Zürcher Regierungsrat hoch gewichtet. So hoch, dass er dafür tief in die Tasche greift. Er istbereit, für das benötigte Land 20 Millionen Franken zu bezahlen.

Diese Ausgabe wird sich auszahlen. Denn eine Mittelschule, die umständlich zu erreichen ist, macht keinen Sinn. Jugendliche aus Richterswil oder Thalwil müssten auf ihrem Schulweg in die Horgner Allmend auf einen Bus umsteigen. Die Zürcher Gymnasien blieben in diesem Falle für viele Jugendliche vom linken Seeufer attraktiver. Eine Schule, die wegen der Lage gemieden wird, käme den Kanton und den Steuerzahler teuer zu stehen.

Erstellt: 10.11.2017, 10:21 Uhr

Daniela Haag, Redaktionsleiterin ZSL.

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