Horgen

Elf Kandidaten kämpfen um einen der acht Sitze im Horgner Gemeinderat

Mit Rico Brazerol (BDP) buhlt ein weiterer Kandidat um einen Sitz im Horgner Gemeinderat. Er möchte frischen Wind in den Gemeinderat bringen und dessen Altersdurchschnitt senken. Ambitionen für das Präsidialamt hat er nicht.

Kandidiert im kommenden Frühjahr für den Horgner Gemeinderat: Rico Brazerol (BDP).

Kandidiert im kommenden Frühjahr für den Horgner Gemeinderat: Rico Brazerol (BDP). Bild: Archiv ZSZ

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Im August war sich Rico Brazerol noch unsicher, doch nun ist es gewiss: Er möchte für die Bürgerliche-Demokratische Partei um einen Sitz im Horgner Gemeinderat kämpfen und tritt als Kandidat an. «Man kann nicht immer nur motzen, die Faust im Sack machen und dann nichts unternehmen», sagt Rico Brazerol über seine Motivation zur Kandidatur, die für ihn nur eine logische Konsequenz ist. Selbst wenn er am Ende nicht gewählt werden würde, breche keine Welt für ihn zusammen. «Viel schlimmer wäre es, wenn ich in einem Jahr bereuen würde, dass ich es nicht versucht habe.»

«Es dürfen Fetzen fliegen»

Brazerol ist der Meinung, dass der aktuelle Gemeinderat bezüglich Hallenbad-Neubau, Bildungscampus oder der Standortfrage zur Mittelschule keine gute Figur gemacht habe. Zu naiv, zu zögerlich und zu passiv habe der Gemeinderat agiert. «Dieser Umstand hat massgeblich dazu beigetragen, dass ich kandidiere», sagt Brazerol, denn für das Können gebe es nur einen Beweis: das Tun. Dass innerhalb des Gemeinderats auch mal die «Fetzen fliegen» gehöre zum Politisieren dazu.

Ein weiterer Grund für seine Kandidatur sei ein Blick in die Zukunft. Denn würden alle bisherigen Mitglieder des Gemeinderats wiedergewählt werden, drohe die Gefahr in vier Jahren vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Mindestens die Hälfte des Gemeinderates werde dann aus Altersgründen zurücktreten, vermutet Brazerol und fügt hinzu: «Es ist ja schon etwas verrückt: Falls ich gewählt werde, gehöre ich mit gut 53 Jahren quasi zum Nachwuchs im Gemeinderat.»

Der Unternehmer, der seit 2011 Mitglied des Zürcher Kantonsrats ist hat eine klar bürgerliche Haltung. Er bezeichnet sich als lösungsorientiert, hartnäckig und pragmatisch. Freundlich sei er im Umgang, aber Hart in der Sache. Als Präsident des Schwimmlubs Horgen und der Pro Sport Horgen sei er gut vernetzt. In Horgen lebt Brazerol seit 20 Jahren mit seiner Frau und seinen beiden erwachsenen Töchtern.

Auswahl für die Stimmbürger

Ein bestimmtes Ressort bevorzugt er nicht. «Da ich sowieso nicht wählen kann, nehme ich, was ich bekomme.» Er sei vielseitig interessiert und möchte, egal ob im Bereich Sport, Jugend, Bildung, Generation 60+ oder dem lokalen Gewerbe, etwas bewegen.

Damit ist er nicht alleine. Ebenfalls für den Gemeinderat nominiert hat die SP Alfred Fritschi und die GLP Markus Uhlmann. Die bisherigen Gemeinderäte wollen in ihrem Amt bleiben. Dass sich 11 Kandidaten für die 8 Sitze im Gemeinderat interessieren, freut Brazerol. So habe die Bevölkerung eine Auswahl. Es sei Zeit, etwas frischen Wind in den Gemeinderat zu bringen und den Altersdurchschnitt zu senken. Ambitionen für das Präsidialamt hegte er zu keiner Zeit: «Gegen einen amtierenden Präsidenten anzureten finde ich anmassend und respektlos.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.01.2018, 17:34 Uhr

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