Wädenswil

Einwendungen gegen Grossprojekt im Zentrum halten sich in Grenzen

Einzig der Töbelibach bildet eine kleine Hürde für das im Zentrum von Wädenswil geplante Grossprojekt mit dem Coop. Kritik aus der Bevölkerung gab es mit sieben Einwendungen nur wenig.

Der Gestaltungsplan für das geplante Grossprojekt an der Zuger- und Poststrasse erfährt nur wenig Gegenwind.

Der Gestaltungsplan für das geplante Grossprojekt an der Zuger- und Poststrasse erfährt nur wenig Gegenwind. Bild: Visualisierung: PD

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Pläne für das Wädenswiler Zenturm stossen offenbar auf Gegenliebe in der Bevölkerung. Gerade mal sieben Einwendungen wurden eingereicht. «Für ein so grosses Projekt sind das sehr wenige», sagt Christof Diener, Projektleiter und Vertreter der Bauherrschaft. Er wertet dies als «grossen Erfolg». Auch Heini Hauser (SVP), Stadtrat Planen und Bauen, ist überrascht, dass es nicht mehr Einwenungen gab. Er führt dies unter anderem auf die frühzeitige Information seitens der Stadt und der Bauherrschaft zurück.

Diese plant auf einer 6600 Quadratmeter grossen Parzelle zwischen Zuger-, Post- und Florastrasse und der Villa Flora die bestehenden Gebäude abzubrechen. Ersetzt werden sollen sie durch ein neues langgestrecktes Gebäude entlang der Zuger- und der Poststrasse. Darin sollen der Coop, die Zürcher Kantonalbank, weiter Gewerberäume, Büros und Wohnungen Platz finden.

Sorgen zur falschen Zeit

Bei den Einwendungen zum Gestaltungsplan für das Zentrum handele es sich vor allem um Dinge, welche der Stadt und der Bauherrschaft bereits vorher bekannt waren. So werde zwar von den Anwohnern geschätzt, dass es einen Coop mitten im Zentrum gebe, doch die Erschliessung für die Anlieferung des Coop ist den direkten Nachbarn schon lange ein Dorn im Auge. «Das Lärmen der anliefernden Lastwagen, wird aber mit dem Neubau verbessert», versichtert Diener. Dafür sorge ein neuer Einfahrtswinkel bei der Zulieferung, so dass die Lastwagen weniger manövrieren müssen.

Das Ausladen erfolge dann im Innern des Gebäudes. Teilweise seien aber auch Anliegen vorgebracht worden, die nicht zur aktuellen Verfahrensstufe passen. «Einige Punkte können erst während des Bauverfahrens diskutiert werden und nicht bereits jetzt, wo es erst um den Gestaltungsplan geht», sagt Diener. Dazu zähle zum Beispiel die Gestaltung der Fassade oder betriebliche Anliegen wie die Müllentsorgung. Auch die Parteien äusserten sich zum Projekt. Es sei erwartet worden, dass dichter und höher gebaut werde. Auch günstiger Wohnraum wurde von politischer Seite verlangt. Dies sei jedoch unter den gegebenen Umständen an dieser Lage schwer realisierbar, wie Heini Hauser mitteilt.

Bach verzögert Zeitplan

Die eingegangenen Einwendungen werten Hauser und Diener als «nicht projektgefährdend». Zudem habe sich auch der Kanton in seiner Vorprüfung positiv zum Vorhaben geäussert.

Eine leichte Verzögerung im Zeitplan gibt es dennoch bereits. «Grund dafür ist die sich ständig verschärfende Gesetzgebung betreffend Gewässern», sagt Diener. Der Kanton verlangt derzeit von allen Gemeinden eine Gewässerraumfestsetzung. Durch diese wird gleichzeitig festgelegt, in welchem Abstand zum Gewässer gebaut werden darf. Davon betroffen ist auch der Töbelibach, der unterhalb der Zugerstrasse und entlang der Grundstücksgrenze verläuft. Im Rahmen der Festsetzung des Gewässerraums muss der Gestaltungsplan nochmals öffentlich aufgelegt werden. Inhaltlich sei dies aber unbestritten, sagt Diener. Im ersten Quartal 2019 wird sich dann der Gemeinderat mit dem Projekt befassen, die Rechtskraft des Gestaltungsplans ist aber frühestens Ende 2019 zu erwarten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.08.2018, 21:03 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!