Thalwil

Die schwimmende Bühne hat angelegt

Die Herzbaracke, die schwimmende Theaterbühne, hat in Thalwil angelegt. Für einen Monat begeistert das Ensemble sein Publikum.

Das schwimmende Variété Herzbaracke trifft in Thalwil ein und wird sicher am Ufer vertäut.

Das schwimmende Variété Herzbaracke trifft in Thalwil ein und wird sicher am Ufer vertäut. Bild: Michael Trost

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Am Montag ist die Herzbaracke in Thalwil hinter dem Portofino gelandet. Über ein schmales Brett balancierend gelangen die Theaterbesucher in den Innenraum des fahrenden Variétés ­– einer Zauberwelt, die einen mit einem Hauch von Vergangenheit und fremden Ländern umhüllt. Zu den Musikautomaten aus aller Welt hat sich neu eine klingende Kasse gesellt. Ein neuer Koch sorgt dafür, dass das kulinarische Programm sich neben dem musikalischen sehen und schmecken lassen darf.«Wir fahren in die 21. Saison», sagt Herzbaracke-Besitzer Federico Pfaffen. Er hat das Variétéschiff vor vielen Jahren gebaut und lädt ein zu einem abwechslungsreichen Programm: Am 1. September eröffnet die Truppe Hechizo Flamenco die Saison. «Das Programm ist eine Premiere für uns», so Nicole Gabathuler. Sie leitet das schwimmende Theater zusammen mit Pfaffen und hält es in Schuss. Seit elf Jahren ist sie an Bord, packt überall an und findet: «Wie könnte es je langweilig werden, mit so vielen spannenden Begegnungen mit Künstlern und Gästen?»

Mit der frivolen Liederrevue «Ach Luise!» am Samstag, 15. September, wird das Berlin der Roaring Twenties wieder lebendig für einen Abend. Neu in Thalwil ist das Musikcabaret Weniger Egli. Ebenfalls neu sind Max & Veronica aus Italien: «Max ist einer der besten Fingerpick-Gitarristen», erzählt Gabathuler begeistert. Das Duo spielt unter anderem Vaudeville: unheimlichen Blues aus den Jahren 1890, «als Schauergeschichten in Mode waren, dass es einen so richtig gruselt», wie Pfaffen schwärmt. Publikumslieblinge wie Sylphe sind wieder dabei mit ihrer ergreifenden Hommage an die Chansonnière Edith Piaf; immer bewährt sich Irish Music, Swing, Blues. Am 29. September findet die letzte Vorstellung statt mit dem Thalwiler Cantautore Marco Todisco und der «lebenden Rhythmusmaschine Messerli».

Ein Geschenk von einem Fan

Nicht nur das Programm, sondern auch das Schiff selbst kommen gut an, wie Pfaffen sagt: «Ich kriege viel Resonanz von Leuten, die mich auf der Strasse ansprechen und mir zum Beispiel sagen, die Herzbaracke sei ein Riesengeschenk für sie.» Am Montag erhielt Pfaffen gar ein Geschenk von einem Fan: einen Cheminéeschirm aus einem alten Herrschaftshaus, der wunderbar in die Plüschsesselatmosphäre der Herzbaracke passt. Von aussen erinnert das türkisblaue Schiff an eine Mischung aus russischer Datscha und Märchenschloss. «Am Bellevue fragte jemand, ob das ein Winterhotel für Schwäne sei», schmunzelt Pfaffen.


Samstag, 1. September: Hechizo Flamenco.
Ab 18 Apéro, um 19 Abendessen, um 20.30 Vorstellung.
Beim alten Waschhaus, ca. Seestrasse 100 in Thalwil.
Weitere Veranstaltungen bis am 29. September. Reservation unter 044 380 5 380 oder unter www.herzbaracke.ch.

Erstellt: 29.08.2018, 16:16 Uhr

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