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Eine kurze Kindheit

Nur selten hat Maureen ihren Vater nüchtern gesehen. Seine Alkoholsucht zwang die junge Frau, schnell erwachsen zu werden.

Gerne hätte Maureen in ihrer Kindheit mehr mit ihrem Vater gebastelt oder gemalt. Doch dieser kämpfte zeitlebens mit einer Alkoholabhängigkeit, welche die ganze Familie dominierte.
Gerne hätte Maureen in ihrer Kindheit mehr mit ihrem Vater gebastelt oder gemalt. Doch dieser kämpfte zeitlebens mit einer Alkoholabhängigkeit, welche die ganze Familie dominierte.
Symbolbild/Archiv ZSZ

An der Liebe ihres Vaters habe sie nie gezweifelt, sagt Maureen K. Sie sei ein «Papikind» gewesen, erzählt die heute 27-Jährige. Von einer typischen Vater-Tochter-Beziehung kann aber nicht die Rede sein, denn Maureens Vater war schwerer Alkoholiker. «In meiner Kindheit gab es zwei Phasen, während deren er trocken war.» Die junge Frau mit den bunt gefärbten Locken spricht sachlich über die Sucht des Vaters, darüber, wie sie sich streckenweise fühlte, als seien die Rollen von Elternteil und Kind vertauscht. Inzwischen hat Maureen mit ihrer Vergangenheit Frieden geschlossen. Spuren hat das Erlebte dennoch hinterlassen. Da sie mittlerweile im Gesundheitswesen tätig ist, möchte sie ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen.

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