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Einbrecher verwüsten Horgner Fähre-Beizli

In der Nacht auf Freitag sind Unbekannte in das Restaurant «Rita's Fähre-Beizli» bei der Fähren-Anlegestelle in Horgen eingebrochen. Die Einbrecher erbeuteten nur wenig Bargeld, hinterliessen im Imbiss jedoch ein Bild der Verwüstung.

Marcel Bär und Rita Kuhn müssen ihr verwüstetes Fähre-Beizli nach dem Einbruch wieder in Ordnung bringen.
Marcel Bär und Rita Kuhn müssen ihr verwüstetes Fähre-Beizli nach dem Einbruch wieder in Ordnung bringen.
Viviane Schwizer

«Bei uns wurde eingebrochen», sagt Rita Kuhn den Gästen, die am sonnigen Freitagnachmittag im kleinen Beizli bei der Anlegestelle der Fähre in Horgen einkehren wollten. «Wir haben deshalb geschlossen», stellt sie klar und zeigt auf die zersplitterte Fensterscheibe an der seeseitigen Seite des kleinen Restaurants.Auch im Innern des Raumes mit Theke und Tischen haben die Einbrecher ein Chaos angerichtet. Die Inhaberin ist schockiert und findet noch kaum Worte.

Marcel Bär, Rita Kuhns Partner, schildert, was er im gemeinsamen Beizli vorgefunden hat. Nach dem Öffnen der Eingangstüre am Freitagmorgen sah er ein Bild der Verwüstung. Die rund40 Teigtaschen, die er am Tag ­davor angefertigt hatte, lagen alle zerstreut auf dem Boden. Dieser war zudem bedeckt mit Scherben von zerbrochenen Weinflaschen und Spirituosen. Sie schwammen in der Flüssigkeit.

Damit nicht genug: Die Ein­brecher haben sämtliche Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe gerissen. Entwendet haben sie ein Laptop, ein Tablet, ein Trottinett sowie ein Fahrrad. Die Schubladen haben sie aus dem Schrank gezerrt, und auch die liebevoll gebastelte Dekoration ist zerstört.

Die Täter haben ein grosses Loch in die Scheibe gebrochen und Tausende von Splittern verursacht. Sie entwendeten laut Rita Kuhn den teuren Grappa und das Sparschwein auf der Theke, das etwa fünfzig Franken Trinkgeld enthalten hatte. Auf zehntausend Franken schätzt Rita Kuhn hingegen den Schaden, den die Einbrecher anrichteten, weil sie Lebensmittel und Getränke entwendeten.

Viel Umtrieb

Rita Kuhn ist fassungslos: «Warum machen Menschen so etwas?», fragt sie. Das Paar, welches das Beizli seit knapp anderthalb Jahren führt, hat schon vor fünf Monaten einen Einbruchversuch erlebt. Die Scheibe sei damals ­kaputt gegangen, der Einstieg ins Innere hingegen nicht gelungen. Erst vor circa vier Wochen wurde die Scheibe ersetzt.

Freunde haben dem Paar spontan geholfen, das verwüstete Beizli zu säubern. Wann es wieder geöffnet werden kann, wisse sie noch nicht, sagt Rita Kuhn. Sie müsse zuerst wieder Lebensmittel einkaufen.

Nach kalten und darum wirtschaftlich schlechten Monaten im Januar und Februar sei dies eine weitere Enttäuschung, die ihr schon den Elan für den strengen Einsatz während sechs Tagen in der Woche nehmen könne, ­sinniert sie. Sie hoffe, dass in Zukunft die soziale Kontrolle funktioniere und die Bevölkerung vermehrt auf ihr Fähre-Beizli achte, damit sie und ihr Partner keine weiteren bösen Überraschungen mehr erleben müssten.

Die Polizei hat am Freitag bereits Spuren aufgenommen. Die Identität der Täterschaft sei noch ­ungeklärt, wie die Kantonspolizei Zürich sagt.

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