Wädenswil

Neuer Gewerbepark auf Wädenswiler Brache

Die Steiner AG wird auf dem 17'000 Quadratmeter grossen Gewerbeland im Appital verdichtet bauen können. Für den daraus entstandenen Mehrwert soll sie nichts abgeben müssen.

Seit vier Jahren liegt das Areal Appital in der Au brach. Nun hat der Stadtrat Wädenswil den Gestaltungsplan für einen Gewerbepark verabschiedet.

Seit vier Jahren liegt das Areal Appital in der Au brach. Nun hat der Stadtrat Wädenswil den Gestaltungsplan für einen Gewerbepark verabschiedet. Bild: Steve Springer

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Das Immobilienunternehmen Steiner AG will auf dem Areal der früheren BASF in der Au einen Dienstleistungs- und Gewerbepark erstellen. Nun hat der Stadtrat den privaten Gestaltungsplan Appital zuhanden des Gemeinderats verabschiedet. Dieser bildet die planerische und rechtliche Grundlage, um das Areal zu bebauen.

Die Fläche liegt bereits in der Gewerbezone. Es werde eine Verdichtung angestrebt, schreibt der Stadtrat. So könne man einerseits der Nachfrage nach günstigen Gewerbeflächen nachkommen und andererseits mit dem Boden haushälterisch umgehen.

Dass neue Gewerbeflächen gebaut werden, ist vom Stadtrat erwünscht. So ist es sein erklärtes Ziel, Wädenswil als Wirtschaftsstandort und Arbeitsplatzgebiet zu stärken. In diesem Kontext hatte er auch die Idee für die Werkstadt Zürisee lanciert, die im Entstehen begriffen ist. Die Nachfrage nach Gewerbeland

ist vorhanden: Von den 40 000 Quadratmetern in der Werkstadt Zürisee ist nur noch ein Baufeld von 1850 Quadratmetern frei.

Land nicht verteuern

Wie schon die Werkstadt Zürisee soll auch das Areal Appital günstiges Gewerbeland anbieten. «Es liegt im starken Interesse der Stadt Wädenswil, dass preiswerte Flächen für die Entwicklung des lokalen und regionalen Gewerbes bereitgestellt werden», hält der Stadtrat in seinem Bericht fest. Um es nicht zu verteuern, hat er deshalb beschlossen, «auf einen Mehrwertausgleich zu verzichten».

«Der Stadtrat hat beschlossen, auf einen Mehrwertausgleich zu verzichten.»Stadtrat Wädenswil

Eine solche Zahlung könnte die Stadt theoretisch verlangen, denn die Eigentümerin profitiert von einem sogenannten Planungsvorteil. Konkret erhöht sich dank des privaten Gestaltungsplans das Bauvolumen um 25 000 Kubikmeter auf maximal 67 000 Kubikmeter. Der Gestaltungsplan sieht sechs Gebäude mit zwei bis vier Geschossen vor. Sie dürfen ein Flach-, Shed- oder ein flachgeneigtes Schrägdach aufweisen. Vorgegeben durch den Gestaltungsplan ist auch ein zentraler Freiraum von mindestens 300 Quadratmetern. Die Steiner AG strebt im Appital einen Mix aus kleineren und mittelgrossen Betrieben an, wie es

im Bericht heisst. Sie will die ­Flächen parzellenweise oder im Stockwerkeigentum an lokale und regionale Unternehmen veräussern.

Sicht auf den See

Die 17 000 Quadratmeter grosse Parzelle (knapp zweieinhalb Fussballfelder) im Appital liegt erhöht über dem See. Vom oberen Teil des Grundstücks bietet sie Sicht auf den Zürichsee und in die Alpen. Sie liegt zwischen einem Gewerbegebiet und Wohnbauten. Noch vor 50 Jahren war das Gebiet geprägt durch die Landwirtschaft.

In den 70er-Jahren erstellte das Chemieunternehmen BASF das markante Gebäude mit den schrägen Glasfassaden auf der grünen Wiese. In der Folge ­entwickelte sich im Gebiet ein Industrie- und Gewerbegebiet. Nachdem BASF, der damals beste Steuerzahler der Stadt, den Betrieb einstellte, erwarb die Steiner AG im Jahr 2012 das Grundstück. Sie liess das BASF-Hauptgebäude 2014 abbrechen. Seither liegt das Areal brach.

Der Gemeinderat wird nun über den privaten Gestaltungsplan Appital befinden. Der Kanton hat ihn bereits geprüft und eine Bewilligung in Aussicht gestellt. Anschliessend erfolgen die Detailplanung und die Bauein­gabe. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.10.2018, 21:10 Uhr

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