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Ein nasses, dennoch freudiges Lichterfest

Die Vereine und Schulklassen liessen sich für den Räbechilbi-Umzug wiederum viel Unterhaltsames und Kreatives einfallen. Neben den 43 Sujets wurde den über 10 000 Zuschauern eine zauberhafte Dorfkulisse geboten.

Der Räbeliechtli-Umzug begeisterte die Zuschauer. Trotz Regen.

Ein vom Regen schwarz glänzender Asphalt, wetterfeste Besucher und in Plastik eingehüllte Kinderwagen. Die von Nah und Fern angereisten Fans der Räbenchilbi lassen sich auch bei diesen Wetterverhältnissen nicht abhalten, das Lichterfest zu besuchen und stärken sich zuvor an den zahlreichen Imbissbuden. Es beginnt mit dem Böllerknall, der immer am zweiten Samstag im November um 18.25 Uhr den Start der Räbechilbi ankündigt. Nun verlöschen die Strassenlampen. Häuser und Gärten zeigen sich in ihrer warmen Pracht und wirken geheimnisvoll. Manch eine Fassade im Dorfkern könnte als riesiger Adventskalender durchgehen.

Beim zweiten Böllerschuss setzt sich der Umzug in Bewegung. Angeführt wird er wie immer von Mädchen der 3. Sek, die wie einst die Kirchgängerinnen vom Richterswiler Berg in schwarze Umhänge gekleidet sind. Eine Reihe von Sujets sprechen Kinder und Jugendliche an, da kommt manch Erwachsener nicht mehr mit, so bei der Kreation «Gleis» der Cevi Richterswil-Samstagern, als sich eine grosse Lichterwand an den Zuschauern vorbeischiebt. «Das ist wohl die Mauer, die Trump bauen will», meint eine ältere Besucherin. Falsch geraten. Beim näheren Hinschauen entdeckt man die Zahl 9 3/4. Es handelt sich um Harry Potters magische Wand und Gleis vom Londoner Bahnhof Kings Cross.

Präsident Donald Trump kommt aber auch zum Zuge, im Sujet Donald Duck, wo sich zwei Donalds Aug in Aug gegenüberstehen. Keine Zweifel gibts, wenn Comichelden wie Mickey Mouse, Goofy oder Figuren aus dem Film «Ice Age» vorbeischweben. Der Regen scheint den Räbenkerzen nichts auszumachen. Die Sujets haben ein schützendes Dach und Helfer sorgen dafür, dass kein Lichtlein ausgeht.

Jubel bricht aus, als ein leibhaftiger Globi vor dem Sujet «Globi als Tennisspieler» ausgelassen tanzt. Das Markenzeichen der Rolling Stones, die an diesem Abend leuchtende Zunge, wird gleich erkannt. Auch Daniel Craig alias James Bond ist dank Pistole gut einzuordnen. Aber nicht nur die grossen, auch die keinen Räbenträger mit ihren hübsch verzierten Körben, Leitern und Einzelräben werden beklatscht. Geschätzt und applaudiert wird auch den jungen Musikern, die in ihren Regenhäuten fast ein wenig ausserirdisch wirken.

Begeistert werden die dreidimensionalen Schöpfungen aufgenommen, wie das prall gefüllte Sparsäuli, dessen Borstenhaut rosig-goldig schimmert. Ein Fabeltier, der Drache Hornie, ist besonders bei den Kids beliebt, wie eine kleine Umfrage am Strassenrand ergibt. «Weil er so grosse grüne Augen hat», antwortet eine Knabe. Tiersujets sind bei jeder Räbechilbi dabei, dieses Jahr sind es beispielsweise ein mächtiger Tigerkopf, ein Adler und Jaguar.

«Wahnsinnig schön, die neue Fähre», ruft jemand, als die Meilen vorbeirollt. Sie ist bis ins kleinste Detail ausgestattet, sogar ein leibhaftiger Kapitän steht am Steuerrad. Das Sujet «Räbechilbi» ist ebenfalls ein Hingucker. «Da haben sie sich einiges einfallen lassen. Schön finde ich an dieem Sujet, dass hier die Räben als Menschen gedacht sind, dann wenn eine Räbe auf dem Rössli sitzt», lobt ein Zaungast. Krönender Abschluss des Umzugs ist die hohe Geburtstagstorte zum 50-Jahre-Jubiläum des Bergvereins Bergföhn-Clique.

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