Langnau

Rentner droht Nachbarn – Verwaltung alarmiert Polizei

Ein Langnauer Rentner stört sich an seinen Nachbarn mit ausländischen Namen. Weil er ominöse Drohungen ausgestossen hat, schaltet die Hausverwaltung die Polizei ein.

Wegen Nachbarn mit ausländischen Namen stiess ein Langnauer ominöse Drohungen aus - und wurde dafür verurteilt.

Wegen Nachbarn mit ausländischen Namen stiess ein Langnauer ominöse Drohungen aus - und wurde dafür verurteilt. Bild: Symbolbild/Keystone

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Langnau hat ja durchaus seine charmanten Ecken. Mit dem falschen Nachbarn können aber auch diese zur Hölle werden. Ein 69-jähriger Schweizer regte sich offenbar furchtbar über zwei Familien mit ausländischen Namen auf, die im selben Mietshaus wohnten. Warum das so ist und was vorher passiert ist, geht aus einem kürzlich rechtskräftig gewordenen Strafbefehl nicht hervor.

Klar ist aber, dass der Rentner sich der versuchten Nötigung und der Beschimpfung schuldig gemacht hat. Dafür wird er von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis mit einer bedingten Geldstrafe von 40 mal 50 Franken belegt. Zusätzlich muss er eine Busse von 400 Franken bezahlen. Was ist passiert?

Offenbar ist dem älteren Herrn mitten in der Nacht der Kragen geplatzt. Um zwei Uhr morgens im April 2018 schrieb er in seiner Wohnung einen Brief an die Hausverwaltung. Darin war von «massivsten Missständen im Haus» die Rede. Sollte die Verwaltung die angeblichen Probleme nicht lösen, sei er «zu allem, wirklich allem entschlossen». Er wollte bewirken, dass die beiden Familien aus dem Haus geworfen werden. Um 5 Uhr warf er den Brief in den Briefkasten der Hausverwaltung.

Der überrumpelte Geschäftsführer der Immobilienfirma verständigte die Polizei.

Eine gute Idee? Nicht wirklich. Der offenbar ziemlich überrumpelte Geschäftsführer der Immobilienfirma verständigte die Polizei. Er fühlte sich ausserstande, abzuschätzen, ob der 69-Jährige das alles ernst meint, insbesondere die ominöse Warnung, zu allem entschlossen zu sein. Könnte ja sein, dass der Mann den Worten Taten folgen lassen würde.

Direkt in Untersuchungshaft

Auch die Kantonspolizei liess Vorsicht walten. Der Langnauer wurde gleich zwei Tage in Untersuchungshaft genommen. Was bedeutet, dass er im Fall einer erneuten kriminellen Handlung in den nächsten zwei Jahren nur noch 38 Tagessätze bezahlen müsste. Schon im März, einen Monat vor dem Brief, wurde der Beschuldigte ausfällig. Durch seine geöffnete Wohnungstür rief er einer Nachbarin, die wohl aus einer der beiden angefeindeten Familien stammt, «du verdammti huere Schlampe» zu. Gute Nachbarschaft geht anders.

Erstellt: 03.01.2019, 17:02 Uhr

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