Zum Hauptinhalt springen

Ein Jahr nach der Abstimmung beginnen die Bauarbeiten

Einen Kredit von 3,7 Millionen Franken haben die Kilchberger vor einem Jahr gut geheissen fürs Instandstellen des historischen Gebäudensembles auf Brunnen. Nach einem Jahr Detailplanung gehts nun an die Umsetzung.

Lieb und teuer ist den Kilchbergern ihr Meierhüsli samt Trotte. Ab dem 3. April wird das Ensemble nun wieder in Stand gestellt, für 3,7 Millionen.
Lieb und teuer ist den Kilchbergern ihr Meierhüsli samt Trotte. Ab dem 3. April wird das Ensemble nun wieder in Stand gestellt, für 3,7 Millionen.
Archiv André Springer

Es ist eine der Visitenkarten der Gemeinde Kilchberg: das historische Gebäudeensemble Uf Brunnen oben auf der Krete. Das gemeindeeigene Ensemble besteht aus einem Haupthaus – dem so genannten Meierhüsli –, einer Trotte und einem Waschhaus. Es handelt sich um Bauten eines ehemaligen Weinbaubetriebs. Sie gehören der Gemeinde, werden aber seit Jahren nicht mehr genutzt, in so desolatem Zustand befinden sie sich.Im Februar des vergangenen Jahres hatte sich die Kilchberger Stimmbevölkerung dafür ausgesprochen, die charakteristischen Bauten für 3,7 Millionen Franken in Stand stellen zu lassen – wenn auch knapp. Seither ist nichts Sichtbares geschehen. Wie der Gemeinderat nun gestern mitgeteilt hat, erfolgt demnächst der Baustart.

Arbeiten starten am 3. April

Bauvorsteherin Judith Bellaiche (GLP) bestätigt auf Anfrage: «Am 3. April gehts los.» Die Planungsphase sei intensiv gewesen. In den baufälligen Gebäuden entstehen: ebenerdig im Haupthaus und in der Trotte ein grösserer Gesellschaftsraum für kulturelle Veranstaltungen, im Obergeschoss Büroräumlichkeiten, die vermietet werden, sowie ein für die Allgemeinheit nutzbares Sitzungszimmer.

Judith Bellaiche betont, der Kostenrahmen werde eingehalten: «Gemäss den Offerten, die wir eingeholt haben, schaffen wir eine Punktlandung.»

Die Abstimmungsvorlage war umstritten gewesen. Zwar ist das ganze Ensemble von überkommunaler Bedeutung. Und zusammen mit dem angrenzenden Conradstift und dem vis-à-vis gelegenen Conrad-Ferdinand Meyer-Haus bilden die Gebäude ein Ensemble von historischen Bauten, welches 1980 vom Regierungsrat des Kantons Zürich in das Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung aufgenommen wurde. Die Gegner der Vorlage – unter anderem die Rechnungsprüfungskommission – stuften aber die Instandstellung als unverhältnismässig und das Bedürfnis für einen neuen Saal als nicht erwiesen ein. Die Mehrheit der Bevölkerung brachte dann aber an der Urne zum Ausdruck, dass ihr das Meierhüsli lieb und teuer ist.

Kein Durchgangsverkehr mehr

Laut Judith Bellaiche soll dieses auch so bleiben, wie es ist, zumindest von aussen: «Aussen bleibt vieles original», sagt die Bauvorsteherin. Die Fenster und die Fensterläden werden zum Beispiel aufgefrischt, und die Farbe der Fassade ähnlich sein. In jenem Teil, der abgebrochen werden muss, kämen Standardmaterialien zum Zug. «Es wird schön, aber zweckmässig», sagt Judith Bellaiche.

Ins Auge stechen dürfte vor allem die neue Gestaltung der Umgebung. Der Platz vor dem Gebäudeensemble mit dem Brunnen wird vom Durchgangsverkehr befreit, nur noch die Feuerwehr wird künftig durchfahren können. Es entsteht ein Platz mit mehreren Obstbäumen und einer Hecke zur Dorfstrasse hin. Damit wird dieses Stück Schulweg für die Kinder aus dem Schulhaus Brunnenmoos sicherer.

Auch während der Bauzeit stehe den Schülern eine sichere Fusswegverbindung zur Verfügung. Für den Verkehr sollte die Baustelle keine Beeinträchtigungen mit sich bringen. Abgeschlossen sollten die Bauarbeiten Mitte 2018 sein.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch