Wädenswil

Ein Hoch auf die besten Sportler des Jahres

Zum 34. Mal ehrte die Interessengemeinschaft Wädenswiler Sportvereine (IWS) am Samstag die besten Sportler des Jahres 2015. Neben den Anekdoten der Sportler sorgte vor allem der Ex-Fussballer Gürkan Sermeter für gute Unterhaltung.

Gürkan Sermeter, Ex-Fussballer aus Wädenswil, unterhält das Publikum mit Moderatorin Regula Späni.

Gürkan Sermeter, Ex-Fussballer aus Wädenswil, unterhält das Publikum mit Moderatorin Regula Späni. Bild: André Springer

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Ihre Vorbilder sind Roger Federer, Giulia Steingruber oder Nino Schurter: jene Sportler eben, die aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in aller Munde sind.

Die rund fünfzig Sportler, welche die Kulturhalle Glärnisch am Samstag beherbergte, hatten jedoch selbst Grosses geleistet, weshalb sie von der Interessengemeinschaft Wädenswiler Sportvereine (IWS) für ihre Erfolge im Jahr 2015 ausgezeichnet wurden.

Vorbild für junge Talente

Regula Späni, ehemalige Sportmoderatorin des Schweizer Fernsehens, übernahm zum vierten Mal die Moderation. «Der Anlass ist für mich absolut einzigartig. Nirgendwo sonst führe ich so viele Interviews in so kurzer Zeit», sagte sie. Den ersten Block der zu Beehrenden betitelte Späni mit: Wasser, Luft und Feuer. Mit dabei waren erneut die Rettungssportler und -schwimmer der Familie Wanger. Geehrt wurden auch Jörg und Cyril Senften, ebenfalls von der SLRG Wädenswil. Jörg Senften erzielte an der Europameisterschaft den ersten Rang im Leinenwurf sowie den zweiten im Puppenretten. Ebendiese Disziplin, bei der die Athleten nach einer Kunststoffpuppe tauchen und diese eine gewisse Distanz schleppen müssen, gehört nicht zu den Stärken seines Sohnes Cyril Senften. «Ich ziehe den Sprint vor», sagt dieser.

Für das Feuer war Toni Hauser vom Pistolenschiessverein verantwortlich. Der fast 70-Jährige sieht sich als Vorbild für junge Sportler: «Ich will zeigen, dass es möglich ist, bis ins hohe Alter sportliche Erfolge zu verbuchen.»

Neue und alte Bekannte

Im zweiten Block wurde nebst dem Unihockey-Team UHC Greenlight Richterswil, welches an den Junioren-Schweizer-Meisterschaften siegte, auch der Leichtathlet Marcel Ritzi von der IWS geehrt. In seiner Altersklasse holte der 67-Jährige den ersten Rang im Hochsprung. Nach einer 40-jährigen Pause wollte Ritzi vor seiner Pensionierung noch einmal etwas anderes ausprobieren. «Im Fernsehen erfuhr ich von den Senioren-Meisterschaften», sagte er. «Mir kam spontan die Idee, es nochmals mit Hochsprung zu versuchen.» Er wollte sich aber sicher sein, dass er mit den Besten noch mithalten könnte: Als seine Frau nicht zu Hause war, stellte er die Bettmatratze und zwei Stäbe in den Garten und wagte einige Probesprünge. «Es hat erstaunlich gut geklappt», sagt Ritzi. So gut, dass er bald dar­auf die Schweizer Meisterschaften gewann. Der Auftritt der Delegation des nach wie vor erfolgreichen Tischtennisklubs im dritten Block war gewissermassen Formsache. Linda Ott holte an den U13-Schweizer-Meisterschaften gleich vier Medaillen. Statt einer weiteren Medaille gab es von der IWS dieses Jahr eine Powerbank, ein transportierbares Ladegerät für das Handy, sowie einen Gutschein im Wert von 100 Franken.

Sermeters Gesangseinlage

Neben den aktiven Sportlern würdigte Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) den Funktionär des Jahres. Ernst Moser, der seit 1965 als Handballschiedsrichter tätig ist, wurde für seine Verdienste und seinen besonderen Einsatz im Handballverband ausgezeichnet. Für ein Jahr darf er den Wanderpreis bei sich aufstellen.

Zum Schluss wurde das Team des Jahres auf die Bühne gebeten. Wenig überraschend gewann die erste Mannschaft des Handballclubs Wädenswil, die im Jahr 2015 in die Nationalliga B aufgestiegen ist. «Den Aufstieg haben wir nicht direkt anvisiert, sind wir doch erst im Jahr davor in die erste Liga aufgestiegen», sagte Sportchef Urs Weiss. Das Wort Ligaerhalt habe er sich zu Beginn gar nicht in den Mund zu nehmen getraut, verriet er. «Momentan sieht es aber recht gut aus», sagte er, als er unter Jubelrufen den Preis entgegennahm.

Die Ehrung wurde auch dieses Jahr mit Showblöcken komplettiert. Der Sänger und Songwriter Fabian Leisi aus Richterswil hat schon in mehreren Musicals mitgespielt. Besonders unterhaltsam war das Interview von Regula Späni mit dem ehemaligen Schweizer Fussballer Gürkan Sermeter. Der Wädenswiler erzählte witzige Anekdoten. Auf die Frage, war­um gerade er es geschafft habe, sagte er: «Ich hatte das Glück, zum richtigen Zeitpunkt eine Topleistung abrufen zu können.» Es habe sicher viele Jungs gegeben, die talentierter waren als er, «aber Fussball war eben mein ganz grosser Traum». Anstatt Mädchen nachzujagen, habe er hart trainiert. Der historische Aufstieg mit dem FC Wädenswil in die erste Liga habe ihm die Türen zu grossen Klubs geöffnet.

Die Karriere als Profifussballer ermöglichte es Sermeter, auf der ganzen Welt Fussball zu spielen. Aber Wädenswil sei seine Heimat geblieben. Um das zu verdeutlichen, holte er IWS-Ehrenmitglied Oskar Fischer und den Veranstalter der Sportlerehrung, Thomas Schürmann, auf die Bühne. Gemeinsam gaben sie den Song des FC Wädenswil zum Besten.

Erstellt: 01.02.2016, 08:22 Uhr

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