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Ehemaliger Zürcher Staatsschreiber holt mehr Stimmen als die meisten Bisherigen

Alle bisherigen Gemeinderäte konnten ihren Sitz in der Exekutive halten. Neu im Gemeinderat sind Beat Husi (CVP) und Patrick Grassler (SVP). Die Stimmbeteiligung lag bei rund 48 Prozent.

Das Gemeindepräsidium bleibt Beat Husi verwehrt. Trotzdem schafft der CVP-Politiker mit einem Glanzresultat den Einzug in den Gemeinderat.
Das Gemeindepräsidium bleibt Beat Husi verwehrt. Trotzdem schafft der CVP-Politiker mit einem Glanzresultat den Einzug in den Gemeinderat.

Die schwierige Finanzlage hat dem amtierenden Finanzminister Reto Grau (FDP) nicht geschadet. Neben seiner Wahl zum Langnauer Gemeindepräsidenten (siehe Artikel oben) erhielt er auch die meisten Stimmen bei der Erneuerungswahl der Gemeinderatsmitglieder. Bei einer Stimmbeteiligung von rund 48 Prozent erhielt Reto Grau 1622 Stimmen. Hinter Grau – und das war die Überraschung des Langnauer Wahltags – folgt Beat Husi (CVP). Der ehemalige Zürcher Staatsschreiber war bislang nicht in der Langnauer Politik aktiv und dementsprechend wenig bekannt. Dennoch holte er mit 1345 Stimmen mehr als die restlichen bisherigen Gemeinderäte, die wieder antraten.

Geholfen haben dürfte Beat Husi hierbei auch, dass er neben dem Amt als Gemeinderat auch für das Präsidium kandidierte und damit zusätzlich im Fokus stand. Hinter Beat Husi reihten sich die bisherigen Gemeinderäte Virgil Keller (FDP) und Lorenz Rey (SP) ein. Sie erhielten 1335 und 1287 Stimmen. Am wenigsten Zuspruch der bisherigen Gemeinderäte erhielt Rolf Schatz (GLP). Er konnte 1196 Stimmen auf sich vereinen.

Von der SVP in die GLP

Patrick Grassler (SVP) wurde mit 933 Stimmen neben Beat Husi ebenfalls neu in die Langnauer Exekutive gewählt. Die SVP konnte damit den Sitz, der mit dem Rücktritt ihres Gemeinderats Albert Stocker frei wurde, erfolgreich verteidigen.

Weniger gut lief es hingegen für das Ex-SVP-Mitglied Martin Horber. Dieser wechselte zum Jahresanfang in die lokale GLP und trat für diese bei den Erneuerungswahlen an. Horber erreichte zwar mit 883 Stimmen das absolute Mehr, welches bei 790 Stimmen lag, schied aber als überzähliger Kandidat aus. Denn als siebtes Mitglied bleibt die amtierende Schulpräsidentin Dora Murer (parteilos) im Gemeinderat. Sie war die einzige Kandidatin für das Schulpräsidium und erhielt 1087 von 1470 massgebenden Stimmen. 383 Stimmen fielen auf Vereinzelte.

Farblos im Wahlkampf

Der parteilose Kandidat Fabrizio Würmli erreichte mit 724 Stimmen als einziger Kandidat das absolute Mehr nicht. Er war neben Dora Murer auch der einzige, der ohne eine Partei im Rücken den Wahlkampf bestritt, und blieb in den Podiumsdiskussionen zur Wahl jeweils eher farblos.

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