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Digitalisierung macht auch vor der Primarschule nicht halt

An der Sitzung des Gemeinderates waren sich in einem Punkt alle einig: Die Primarschule Wädenswil braucht mobile Geräte. Das Parlament genehmigte dafür einen Rahmenkredit von 1,3 Millionen Franken.

Mit dem Lehrplan 21 wird das neue Schulfach Medien und Informatik eingeführt.
Mit dem Lehrplan 21 wird das neue Schulfach Medien und Informatik eingeführt.
Keystone

Die Tage der Computer der Primarschule Wädenswil sind bald gezählt. Denn das System ist in die Jahre gekommen. Es läuft bereits seit elf Jahren. Darum sollen ab dem kommenden Schuljahr gestaffelt mobile Geräte für 1,3 Millionen Franken angeschafft werden. Diesen Rahmenkredit bewilligte das Wädenswiler Parlament deutlich an der Gemeinderatssitzung vom Montag. Treiber hinter dieser Anschaffung ist der Lehrplan 21. Mit diesem wird nämlich das neue Schulfach Medien und Informatik eingeführt werden.

Für einmal waren sich die Fraktionen von links bis rechts einig: Alle fanden, die Digitalisierung der Schule sei unumgänglich und die Primarschule brauche diese mobilen Geräte. «Wir können uns vor dieser Entwicklung nicht verschliessen», sagte denn auch die Präsidentin der GRPK, Christina Zurfluh (SVP).

Einsatz in Testklassen

Im Vorfeld wurde an der Primarschule in Testklassen der Einsatz der mobilen Geräte bereits getestet. «Ich habe eine solche Klasse besucht und gesehen, wie kompetent Lehrer und Schüler mit den Tablets umgehen», sagte Rita Hug von den Grünen.

Die GLP stellte an der Gemeinderatssitzung den Antrag, den Rahmenkredit von 1,3 auf 1,5 Millionen Franken zu erhöhen, «damit jedem Schüler bereits ab der dritten Klasse ein Gerät zur Verfügung steht», argumentierte Pierre Rappazzo (GLP). Der Antrag blieb jedoch chancenlos. Auch Walter Münch von der FDP betonte, dass digitale Lehrmittel gefördert werden müssten. «Die nächste Generation soll sich in der Welt derMedien leicht zurechtfinden können», begründete Lukas Wiederkehr von der CVP die Unterstützung des Rahmenkredits. Auch die SP freut sich über die baldige Anschaffung der mobilen Geräte: «Die Kinder müssen den Umgang mit einem Laptop bereits in der Primarschule lernen, so können sie diese Erkenntnisse später in der Oberstufe vertiefen», sagte Judith Fürst (SP).

Ebenso sahen die SVP-Gemeinderäte ein, dass die Schule nicht um diese Anschaffung herumkommen wird. Trotzdem fand Adrian Stocker (SVP): «Ein Tablet je drei Kinder hätte gereicht.» Vorgesehen ist jedoch, dass allen startenden 5.- und 6.-Klässlern ein eigenes Gerät zur Verfügung gestellt wird.

Eltern sollen gebüsst werden

Zu reden gab an der Sitzung von Montag das Postulat der SVP und des BFPW. Darin geht es um die Vermittlung von Grundwerten durch die Eltern an ihre Kinder. Und die Schule soll künftig die Möglichkeit haben, Bussen an säumige Eltern zu verteilen. «Eltern, die nicht mit der Schule kooperieren, darf man nicht ungestraft lassen», sagte Adrian Stocker von der SVP. Sobald es ans eigene Portemonnaie gehe, würden die Betroffenen dann schon auf einmal kooperieren.

So rein gar nichts von dieser Idee hielt Edith Brunner von der SP. «Soziale Probleme werden nicht mit Bussen gelöst.» Brunner stellte daraufhin einen Antrag auf Nichtüberweisung des Postulats an den Stadtrat. Die Grünen, die CVP und die EVP unterstützten den Antrag. Und es wurde knapp. Mit 16:16 Stimmen hatte letzten Endes Gemeinderatspräsident Angelo Minutella (GLP) den Stichentscheid. Er befand, der Antrag sei an den Stadtrat zu überweisen.

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