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Dietlimoos-Schulhaus sorgt von links bis rechts für Einigkeit

Geht es nach dem Grossen Gemeinderat, soll im Gebiet Dietlimoos ab 2018 ein neues Schulhaus gebaut werden. Die Parlamentarier genehmigten gestern den dafür nötigen 30-Millionen-Kredit einstimmig. Kritische Voten gab es einzig von der SP und den Grünen. Nun muss noch das Volk abstimmen.

Das Projekt für ein neues Schulhaus im Adliswiler Gebiet Dietlimoos nahe der Autobahn nahm gestern eine weitere Hürde.
Das Projekt für ein neues Schulhaus im Adliswiler Gebiet Dietlimoos nahe der Autobahn nahm gestern eine weitere Hürde.
David Baer

Das Projekt für ein neues Schulhaus im Adliswiler Gebiet Dietlimoos nahe der Autobahn nahm gestern Abend um 21.30 Uhr eine weitere Hürde. Dann nämlich hat der Grosse Gemeinderat an seiner Ratssitzung den nötigen Bruttokredit von 29,8 Millionen Franken gutgeheissen. Umstritten war die Vorlage unter den Parlamentariern allerdings kaum. Einstimmig wurde der Antrag des Stadtrats genehmigt.

«Dieser Bau ist immens wichtig für das Neubaugebiet Dietlimoos», sagte Carmen Marty Fässler (SP) als Sprecherin der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK). In ihrerRede wies sie auf aktuelle Schülerzahlprognosen hin, die besagen, dass im Jahr 2023 rund 340 Schulkinder im Dietlimoos wohnen werden. Der Bedarf nach einem neuen Schulhaus sei deshalb gegeben.

«Kosten sind vertretbar»

Von der Notwendigkeit zeigten sich auch alle anderen Votanten überzeugt. So beispielsweise Thomas Fässler (CVP), der nochmals an die lange Entstehungsgeschichte des Schulhausprojekts erinnerte. Zum Kredit meinte er: «Die Kosten sind zwar hoch, aber vertretbar.» Gleicher Meinung ist Markus Bürgi (FDP). Über die Stränge geschlagen werde beim Schulhaus Dietlimoos nicht, das beweise der Vergleich mit anderen, ähnlichen Schulhausprojekten. Dass die Kosten eingehalten werden sollen, betonte Daniel Frei von den Freien Wählern. Er appellierte deshalb an «eine enge Begleitung der Kostenkontrolle während des Baus».

Der Bedarf sei wegen des ak­tuellen Bevölkerungswachstums ausgewiesen, sagte auch Heidi Jucker. Die SVP-Politikerin liess es sich aber nicht nehmen, anzudeuten, dass dieses Wachstum auch eine Folge der Masseneinwanderung sei.

Bezug im Jahr 2020

Kritische, wenn auch leise Äusserungen zum geplanten Schulhaus gab es hingegen nur von der SP und den Grünen. So sagte Sait Acar (SP): «Wir hätten uns gewünscht, dass im Dietlimoos eine richtige Tagesschule gebaut wird und man dies auch an der Raumstruktur sehen kann.» Marianne Oswald (Grüne) ihrerseits äusserte Unverständnis über die Anordnung einzelner Schulzimmer. Insgesamt sei das Projekt aber gelungen.

Trotz dem einstimmigen Ja des Parlaments ist das Schulhausprojekt noch nicht definitiv abgesegnet. Denn das letzte Wort wird das Volk an der Urne haben. Abgestimmt wird voraussichtlich im nächsten Mai. Stimmen auch die Bürger zu, soll gemäss Plan ab August 2018 mit dem Bau begonnen werden. Zwei Jahre später würden dann die ersten Schul- und Kindergartenklassen im Dietlimoos unterrichtet werden.

Ja zu Versicherung

Im zweitwichtigsten Traktandum an der gestrigen Ratssitzung beschlossen die Parlamentarier eine Änderung im Personalstatut. Die Ratsmitglieder sprachen sich einstimmig, abgesehen von einer Enthaltung, dafür aus, dass die Stadt für ihre Angestellten eine Krankentaggeldversicherung abschliesst.

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