Bezirk Horgen

Die meisten Essensabfälle wären vermeidbar

Rund ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel landet im Abfall. Gerade während den Festtagen ist die Gefahr gross, Nahrungsmittel zu verschwenden.

In den letzten Jahren werden in der Hotellerie weniger Lebensmittel weggeworfen.

In den letzten Jahren werden in der Hotellerie weniger Lebensmittel weggeworfen.

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Zu viel Essen landet im Mülleimer. Obschon Umweltorganisationen das Problem in den letzten Jahren thematisieren, verschwenden Schweizerinnen und Schweizer noch immer rund zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Jahr. Das ist rund ein Drittel aller hierzulande produzierten Lebensmittel. Vieles davon wäre noch essbar.

Spitzenreiter in Sachen Verschwendung sind dabei die Privathaushalte. Gerade auf die Festtage hin treiben die Angebote der Grossverteiler die Kundinnen und Kunden, auch was die Lebensmittel angeht, in den Kaufrausch. Es locken verführerisches Weihnachtsgebäck, vergünstigte Rollschinkli oder exotische Früchte. Nicht selten wandert aber ein Teil der erworbenen Lebensmittel nicht im Magen, sondern im Müll.

Nicht hungrig einkaufen

Bereits mit kleinen Verhaltensänderungen im Alltag wäre hier viel herauszuholen, wie Dominique Senn, Geschäftsleiterin des Vereins Foodwaste.ch, erklärt. «Wer sich einen Einkaufszettel schreibt, nicht hungrig in den Supermarkt geht und die optimale Lagerung der Lebensmittel beachtet, generiert weniger Abfall», empfiehlt sie.

Verbesserungspotenzial gibt es auch in der Gastronomie. Nicht selten gehen hier Teller mit einwandfreiem Essen zurück. Dieses muss gemäss Schweizer Lebensmittelgesetz entsorgt werden. Viele Gastronomiebetriebe lassen ihre Lebensmittelreste deshalb zu Biogas verarbeiten.

Hotellerie ist sensibilisiert

Die Hotellerie ist in den letzten Jahren auf das sogenannte Foodwaste, also die Verschwendung von Lebensmitteln, sensibilisiert worden. Der Verein United Against Waste (UAW) hat zusammen mit Hotellerie Suisse eine Pilotstudie lanciert. Teilgenommen hat auch das Hotel Belvoir in Rüschlikon. Die Studie ergab, dass viele Abfälle eingespart werden können. Die Betriebe können damit sogar viel Geld sparen. Denn es zeigte sich, dass pro Gast und Tag rund 200 Gramm Lebensmittel in den Abfall wandern. (fse/mip)

Erstellt: 22.12.2015, 16:36 Uhr

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