Horgen

Die Horgner Gemeinderäte sind motiviert für eine weitere Legislatur

Noch haben die Parteien ihre Kandidaten nicht offiziell nominiert. Acht der neun bisherigen Gemeinderäte bekunden aber bereits Interesse, für die Erneuerungswahl am 15. April nochmals zu kandidieren.

Der Sitz von Elisabeth Oberholzer wird zur nächsten Legislatur frei. Alle anderen Horgner Gemeinderäte sind bestrebt, für eine weitere Amtsperiode zu kandidieren. Von links: Hans-Peter Brunner, Gerda Koller, Peter Wirth, Gemeindeschreiber Felix Oberhänsli, Elisabeth Oberholzer, Gemeindepräsident Theo Leuthold, Daniela Mosbacher, Joggi Riedtmann, Antonia Dorn und Beat Nüesch.

Der Sitz von Elisabeth Oberholzer wird zur nächsten Legislatur frei. Alle anderen Horgner Gemeinderäte sind bestrebt, für eine weitere Amtsperiode zu kandidieren. Von links: Hans-Peter Brunner, Gerda Koller, Peter Wirth, Gemeindeschreiber Felix Oberhänsli, Elisabeth Oberholzer, Gemeindepräsident Theo Leuthold, Daniela Mosbacher, Joggi Riedtmann, Antonia Dorn und Beat Nüesch. Bild: zvg

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Von Amtsmüdigkeit ist im Horgner Gemeinderat keine Spur. Im Gegenteil: Die Gemeinderäte plädieren für Kontinuität und sind motiviert, an ihrern Dossiers weiter zu arbeiten. Einzig Elisabeth Oberholzer (FDP) tritt am 15. April nicht mehr für die Erneuerungswahlen der Gemeindebehörde für die Amtsdauer 2018 bis 2022 an. «17 Jahre in der Schulpflege, davon acht als Schulpräsidentin und vier im Gemeinderat, sind genug», sagt Oberholzer. «Die Gemeinde lebt und hat sich entwickelt», sagt sie rückblickend auf ihre Amtszeit. Nun sei es aber Zeit, dass sie Platz für Jüngere mache.

In Hinblick auf sein Alter wäre es eigentlich Zeit zurückzutreten, sagt der 65-Jährige Gemeindepräsident Theo Leuthold (SVP). «Das Zusammenschlussprojekt von Horgen und Hirzel motiviert mich aber, für eine weitere Legislatur zu kandidieren», sagt er. Viel Vorarbeit habe er zusammen mit dem Gemeinderat geleistet, weshalb er inzwischen viel Detailwissen habe. «Zwar ist jeder ersetzbar, doch würde eine neue Einarbeitung in das Thema viel Zeit kosten», fügt Leuthold hinzu.

Begonnene Projekte festigen

Nochmals antreten will auch Hans-Peter Brunner (FDP), Vorsteher Gesellschaft - vorausgesetzt die Partei nominiert ihn nochmal. «Wir haben noch einige Projekte offen und Themen, in denen wir mittendrin stecken», sagt er. Diese möchte er gerne weiterführen in seiner dritten Legislatur.

Am neuen Rechnungsmodell weiterarbeiten möchte Daniela Mosbacher (FDP), Vorsteherin Finanzen. Sie ist daher gewillt, ebenfalls eine weitere Legislatur im Gemeinderat zu verbringen. Auch für ihren Parteikollegen und Vorsteher Liegenschaften, Beat Nüesch, ist «völlig klar», dass er noch eine zweite Amtsperiode absolvieren möchte.

«Das Zusammenschlussprojekt von Horgen und Hirzel motiviert mich, für eine weitere Legislatur zu kandidieren.»Theo Leuthold, Gemeindepräsident

Noch nicht nominiert, aber wieder kandidieren möchte Joggi Riedtmann (SP), Vorsteher Hochbau. «Ich möchte gerne mein Ressort behalten», sagt er, denn mit seinen Vorkenntnissen ist er gewillt, mit dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Horgen und Hirzel auch die Bau- und Zonenordnung zu integrieren. Ihre begonnen Projekte im Gemeinderat festigen möchten in einer weiteren Legislatur auch Gerda Koller (CVP), Vorsteherin Werke und Antonia Dorn (SVP) Vorsteherin Tiefbau.

Kandidaten im Visier

«Mich als Parteiloser weiterhin im Gemeinderat einzubringen, ist für Horgen wichtig und reizt mich sehr», sagt Peter Wirth, Vorsteher Sicherheit. Generell die Sicherheitsabteilung liegt ihm am Herzen. Littering werde sicher weiterhin ein Thema sein, aber auch die Unterstützung von Vereinen, «auch wenn das Hallenbad in die Hosen ging».

Die Parteien halten sich indes noch bedeckt, ob und wenn ja, wen sie ins Rennen um einen Sitz im Gemeinderat schicken werden. Entscheiden werden die Parteien erst an ihren Mitgliederversammlungen, die für Ende Oktober oder Anfang November geplant sind. Denn durch die hängigen Rechtsverfahren zum geplanten Zusammenschluss mit dem Hirzel hat sich der Termin für die Erneuerungswahlen in den April verschoben. So bleibt den Parteien noch etwas Bedenkzeit. Erst wenn die Mitglieder entschieden haben, werden die Parteien an die Öffentlichkeit gehen.

Einen Kandidaten im Visier hat bereits die FDP, wie Parteipräsident Kaspar Huggenberg mitteilt. Erst an der Mitgliederversammlung im November werde allerdings ein definitiver Entscheid fallen, ob die FDP den Kandidaten ins Rennen schickt. Mit derzeit vier Sitzen im Gemeinderat war die FDP sehr gut vertreten. «Das wollen wir gerne beibehalten», sagt er und fügt hinzu: «Das Fass wollen wir aber nicht zum Überlaufen bringen.» Auch mit Hirzel steht die Partei in Kontakt und hat zwei bis drei Personen, die ihr Interesse bekundet haben, in Horgen zu politisieren.

Grüne suchen Kandidaten

Die SP plant, laut Co-Präsident Alfred Fritschi, neben Joggi Riedtmann zwei weitere Kandidaten ins Rennen zu schicken. Auch würden Gespräche mit Interessenten aus dem Hirzel laufen.

Noch auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten sind die Grünen, die sich gerne an den Wahlen beteiligen möchten, wie Matthias Herfeldt, Präsident der Grünen, mitteilt.

Für die CVP, die mit Gerda Koller im Gemeinderat vertreten ist, stimmt die Verteilung so wie sie ist. «Wenn andere Parteien Kandidaten stellen, sehen wir keinen Bedarf, Anspruch auf einen weiteren Sitz im Gemeinderat zu stellen», sagt Parteipräsident Adrian Moser.

«Frühestens Anfang November wird die SVP an die Öffentlichkeit gehen», sagt Prarteipräsident Armin Moser. Nominationen hätten noch keine stattgefunden. Ebenfalls noch keine offizielle Nomination besteht bei der GLP. Die Partei hat vorausslichtlich auch keine Ambitionen, einen Sitz im Gemeinderat zu bekommen, wie die GLP mitteilt. Weil die EVP zu klein sei und keine verfügbaren Personen vorhanden, wird sie keinen Kandidaten ins Rennen schicken.

Erstellt: 21.09.2017, 15:34 Uhr

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