Thalwil

Die grösste E-Rallye der Welt macht Halt in Thalwil

Im Rahmen der Energietage Zimmerberg hielten rund 60 Elektroautos auf dem Chilbiplatz in Thalwil. Die Fahrer befinden sich auf einer benzinfreien Rallye namens «Wave Switzerland», die durch die ganze Schweiz führt.

Die Energietage Zimmerberg haben mit dem Zwischenhalt der «Wave Switzerland» in Thalwil mit einer Attraktion aufgewartet. Zu sehen gab es an dieser Tour de Suisse für Elektromobile die neusten Markenprodukte.
Video: CA-Media/Caroline Gloor

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Als erstes Elektroauto biegt am Sonntagvormittag ein Fahrzeug mit Berner Kennzeichen auf den Chilbiplatz in Thalwil ein. «Das ist ein Nissan Leaf», sagt sein Besitzer Alfred Halter aus Ins. Er ist unterwegs auf der 2. Etappe der «Wave Switzerland», einer Rallye von Elektroautos, die durch die ganze Schweiz touren. Seine Reise beschreibt er wie folgt: «Via Altdorf ging es über den Klausenpass, von Glarus her nach Thalwil.»

Er erklärt in der Folge eine Spezialität der E-Mobility, beschreibt wie ihm die Route den Pass runter rund 50 Kilometer an Strom «geschenkt» hat, weil der Generator automatisch das Bremsen übernahm und gleichzeitig die Batterie wieder auflud. «Auf der Passhöhe hatte ich 133 Kilometer Reserve, unten waren es wieder 180.»

Der neue Tesla

Am Ziel nächsten Samstag in Zug gibt es für den Gewinner der Rallye einen Siegerpokal, aber sportliche Ambitionen hegt Halter nicht. «Ich will vielmehr der Bevölkerung die E-Mobilität näherbringen und aufzeigen, dass es einfach ist, mit einem Elektroauto durch die ganze Schweiz zu fahren.»

Gruppenweise sind mittlerweile an die 40 E-Fahrzeuge beim Zwischenhalt eingetroffen, weitere 20 werden noch erwartet. Nein, ganz lautlos sind die Autos nicht, auf dem Kies knirschen die Räder. Nicht ohne Stolz zeigen Esther und Max Werner ihr Auto, den neusten Tesla, Model 3. Max Werner, früher in Wädenswil wohnhaft, sagt: «Den Wagen haben wir vor drei Jahren bestellt, am 2. März dieses Jahres haben wir ihn bekommen.» Mit einer Reichweite von 580 Kilometern weise er den höchsten Wert unter Serienfahrzeugen auf.

Bestaunt von den inzwischen zahlreich eingetroffenen Schaulustigen wird auch ein Cabriolet. Der Horgner Paul Meeusen nennt es sein Eigen. «Das ist ein Tesla-Roadster», sagt er. Als Vorlage sei der Lotus-Sportwagen verwendet worden. «Von diesem Tesla gibt es nur 2500 Stück weltweit.» Einen E-Töff fährt der Thalwiler Victor Zoller. «Es ist ein Zero-Modell aus den USA.» Das Prunkstück sei die Beschleunigung. «Das Drehmoment umfasst 146 Newtonmeter, fast dreimal so viel wie ein Moto Guzzi mit 750 Kubikzentimetern.»

Ein Start-up für E-Autos

Die Blicke auf sich zieht ebenso die gelbe Corvette, ein Oldtimer mit Jahrgang 1962. «Dinora» nennt sich das Prachtstück. Ihr entsteigt Sabrina Späti, die in Küssnacht am Rigi für ein Start-up-Unternehmen arbeitet. «Wir bauen Benziner in E-Autos um.» Dabei würden die modernsten Technologien verwendet.

Am Mittag begrüsst Thalwils Gemeindepräsident Märk Fankhauser (FDP) den Tross. «Meine Energie ist immer erneuerbar, wenn es um die Energiewende geht», sagt er gegenüber Tourdirektor Louis Palmer, dem Luzerner Solarpionier. Die Kolonne fährt am Nachmittag gruppenweise zu den nächsten Zwischenhalten. Mit der Fähre geht es nach Meilen und Männedorf.

Erstellt: 17.06.2019, 11:39 Uhr

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