Kantonsratswahlen

Die FDP Bezirk Horgen will einen vierten Sitz im Kantonsrat

Die Gemeindewahlen in diesem Jahr haben die FDP Bezirk Horgen beflügelt. Weil die Partei gut abschnitt, wird nun ein zusätzlicher Kantonsratssitz bei den Erneuerungswahlen im nächsten Frühling angestrebt. Dies trotz eines Rücktritts.

Vierter Sitz wird angestrebt: Die FDP Bezirk Horgen will bei den Wahlen für den Kantonsrat einen Sitz gewinnen.

Vierter Sitz wird angestrebt: Die FDP Bezirk Horgen will bei den Wahlen für den Kantonsrat einen Sitz gewinnen. Bild: Keystone

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An ihrer Delegiertenversammlung vom Mittwochabend in Wädenswil nominierten die Delegierten der FDP Bezirk Horgen ihre Kandidaten für die Wahlen in den Kantonsrat. Diese finden am 24. März 2019 statt. «Die freisinnige Liste wird angeführt von der bisherigen Kantonsrätin und Wädenswiler Stadträtin Astrid Furrer», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Auf Platz zwei und drei folgen der bisherige Kantonsrat und Horgner Gemeinderat Hans-Peter Brunner und der Rüeschliker Finanzvorstand Fabian Müller. Nicht mehr aufgeführt ist Antoine Berger (Kilchberg), der momentan im Kantonsrat einen der drei Sitze für die FDP Bezirk Horgen innehat. «Ich werde am 1. Dezember 65 Jahre alt», sagt der Landschaftsarchitekt auf Anfrage. Er habe sich darum entschieden, bei den kommenden Erneuerungswahlen nicht mehr anzutreten.

Müller will Zeit nutzen

Um seinen Nachfolger optimal für die Wahlen zu positionieren, tritt Berger bereits Ende Jahr zurück. Für ihn wird Fabian Müller nachrücken, der somit im März nicht als Neuer, sondern als Bisheriger zur Wahl antreten kann. «Ich freue mich, dass ich in die Fussstapfen von Antoine Berger treten darf», sagt Müller, der bei den Erneuerungswahlen von 2015 den ersten Ersatzplatz erreicht hatte.

Die Zeit von Januar bis März will Fabian Müller nutzen und sich bereits aktiv im Kantonsrat einbringen. Damit sollen natürlich auch seine Chancen steigen, dass ihn die Bevölkerung auf dem dritten Listenplatz der FDP bestätigt. «Als Finanzvorstand von Rüschlikon kann ich auf eine solide Erfahrung in öffentlichen Finanzen zurückgreifen und die Sicht der Gemeinden in den Kantonsrat tragen», sagt Müller.

Richten soll es Mario Senn

Trotz dem Rücktritt von Antoine Berger ist die FDP Bezirk Horgen in beschwingter Stimmung. Dass die drei momentanen Sitze im Kantonsrat nicht gehalten werden können, darüber macht sich niemand ernsthafte Sorgen. Zu gut sind in diesem Jahr die Gemeindewahlen für die Partei im Bezirk Horgen und im ganzen Kanton Zürich gelaufen – die FDP gewann in den Stadtparlamenten sechs Sitze hinzu.

Erklärtes Ziel der Liberalen ist es darum, im Bezirk Horgen einen vierten Kantonsratssitz zu erobern. Richten soll es der 34-jährige Präsident der FDP Bezirk Horgen und Adliswiler Gemeinderat Mario Senn. «Nach über acht Jahren im Adliswiler Parlament möchte ich mich nun im kantonalen Parlament für den Bezirk Horgen einsetzen.» Senn, der in Adliswil mit zahlreichen Voten und Vorstössen als engagierter Politiker in Erscheinung tritt, möchte auch im Kantonsrat Akzente setzen. «Ich würde mich für wirtschaftspolitische Themen und die Standortförderung engagieren», sagt Senn, der beruflich als Leiter Wirtschaftspolitik der Zürcher Handelskammer tätig ist. «Der Erhalt unseres Wohlstands steht bei mir im Zentrum.»

Hinter Mario Senn nominierte die FDP Bezirk Horgen am Mittwochabend Gemeinderat Hansruedi Kölliker aus Thalwil sowie Reto Grau, Gemeindepräsident von Langnau, für die Listenplätze fünf und sechs. Auf den nachfolgenden Positionen bewerben sich Peter Doderer (Richterswil), Sandra Burlet Pavone (Oberrieden), Cornelia Dätwyler (Wädenswil), Anita Steinacher (Horgen), Reto Buchmann (Jungfreisinnige, Adliswil), Barbara Baruffol (Kilchberg), Evelyn Kraus (Thalwil), Tina Neuenschwander (Kilchberg) und Markus Bürgi (Adliswil) um einen Sitz im Kantonsparlament. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.09.2018, 08:55 Uhr

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