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Die eigenen vier Wände zu vermieten ist im Bezirk beliebt

Im Bezirk Horgen bieten 137 Privatpersonen übers Internet private Zimmer oder Wohnungen zum Übernachten an. Besonders viele Angebote listet die digitale Vermittlungsplattform Airbnb in der Nähe der Stadt Zürich.

Digitale Wohnungsvermittlung für Privatpersonen ist heutzutage einfach und scheint im Bezirk Horgen immer beliebter zu werden.
Digitale Wohnungsvermittlung für Privatpersonen ist heutzutage einfach und scheint im Bezirk Horgen immer beliebter zu werden.
Symbolbild, Keystone

In Kilchberg gibt es kein Hotel. Dennoch stehen Reisenden, die in Kilchberg übernachten wollen, 23 Unterkünfte offen. Zu finden sind diese auf der Website www.airbnb.ch, einer Vermittlungsplattform für Privatunterkünfte. Airbnb sei ein «ernsthafter Spieler» in der Beherbergungsbranche, sagt Thomas Lo Russo vom Statistischen Amt des Kantons Zürich. «Die Transaktionen, die über diese Plattform abgewickelt werden, erreichen ein Volumen, das dem der traditionellen Vertriebskanäle der Hotellerie nahekommt.»

Das Statistische Amt hat deshalb erstmals das Ausmass des «Airbnb-Phänomens» untersucht und Daten zu den Angeboten publiziert. Airbnb ist die grösste und bekannteste Vermittlungsplattform. Alternativen sind beispielsweise 9flats, wimdu oder housetrip.

Links und rechts ähnlich viele

Im Kanton Zürich gab es Ende August 2016 rund 2817 auf Airbnb ausgeschriebene Objekte, die grösstenteils in den städtischen Gebieten liegen. Im Bezirk Horgen gab es zu diesem Zeitpunkt 137 Unterkünfte, gegenüber 135 im Bezirk Meilen. Die meisten Unterkünfte befinden sich in Adliswil (26), Horgen (25), Kilchberg (23) und Thalwil (21), seeaufwärts sind es deutlich weniger. Mit Ausnahme von Hütten sind in allen Dörfern Unterkünfte vorhanden.

Wie das Statistische Amt schreibt, sind die Angebote im Kanton Zürich vielseitig: Sie reichen von Stadtwohnungen über Mini-Apartments und Villen mit Seezugang bis zum Baumhaus oder zur Jurte. Die Unterkünfte im Bezirk Horgen sind weniger vom Komfort her, als in preislicher Sicht vielseitig. Am billigsten kommt man in Wädenswil unter: Das «gemütliche und simple Schneckenhaus» in Bahnhofsnähe kostet 35 Franken pro Nacht. Die teuerste Unterkunft befindet sich in Kilchberg: Ein 4,5-Zimmer-Apartement mit Garten und Terrasse kostet 399 Franken pro Nacht.

Täglich neue Angebote

Wie die Kaution von 4956 Franken für ein Apartement in Thalwil, ist auch der restliche Inhalt der Website mit Vorsicht zu geniessen: «Die Angebote variieren täglich und manche der Unterkünfte werden gar nicht aktiv vermietet», weiss Thomas Lo Russo. Da die Angaben zu den Übernachtungsmöglichkeiten von den Anbietern stammen und nicht überprüft werden, seien die Zahlen des Statistischen Amtes mit diversen Problemen behaftet. Laut Lo Russo zeigen Vergleiche mit anderen Statistiken aber, dass die erhobenen Zahlen «qualitativ ausreichen, um die grosse Bedeutung der Beherbergungs-Plattform abzuschätzen».

Wie anzunehmen, ist die Hotelbranche nicht erfreut über Vermittlungsplattformen wie Airbnb. Kritisiert wird unter anderen, dass die Anbieter ohne Auflagen und Vorschriften geschäften und keine Steuern bezahlen.

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