Wädenswil

Die Au soll um den Bahnhof ein Zentrum erhalten

Heute ist es noch ein Industriegebiet, künftig soll es ein belebtes Zentrum sein. In die Gestaltung soll auch die Bevölkerung der Au einbezogen werden.

Heute löst der Blick von der Austrasse auf das Industriegebiet beim Bahnhof Au keine architektonischen Hochgefühle aus.

Heute löst der Blick von der Austrasse auf das Industriegebiet beim Bahnhof Au keine architektonischen Hochgefühle aus. Bild: Manuela Matt

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Wer mit dem Zug von Wädenswil durch die Au Richtung Horgen fährt, dem präsentiert sich seeseits die idyllische Szenerie der Halbinsel mit dem geschützten Ried und dem Weinberg. Bergseits der Gleise beim Bahnhof Au könnte der Kontrast nicht grösser sein. Es bietet sich das typische Bild einer Industriezone mit Autogaragen, einem Discount Supermarkt und alten Fabrikgebäuden, welche ihre besten Jahr bereits hinter sich haben.

Geht es nach dem Stadtrat Wädenswil, soll sich die Erscheinung des Gebiets in den kommenden fünf bis zehn Jahren ändern. Wie Stadtrat Heini Hauser (SVP) erklärt, komme man mit den Plänen für die Aufwertung einem Wunsch der Bevölkerung nach: «Die Bewohner der Au wünschen sich schon lange ein Zentrum.» Beim Bahnhof könnte dieses Begehren dereinst umgesetzt werden. Denn sowohl der neue regionale, wie auch der kommunale Richtplan weisen das Gebiet (siehe Karte) nicht mehr als Industriezone, sondern als Zentrumsgebiet aus. Dies ermöglicht einerseits eine dichtere Bebauung. Andererseits eröffnen sich dem Areal neue Nutzungsmöglichkeiten wie Wohnen und Gastronomie.

Das betroffene Gebiet entlang der Seestrasse in der Au:

Bevölkerung einbeziehen

Um auszuloten welche Optionen in der Bevölkerung Rückhalt finden, hat die Stadt Wädenswil die Entwicklungsplanung Zentrum Au initiiert. Diese diene als Grundlage für die Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO), welche unter anderem wegen dem Zusammenschluss mit Schönenberg und Hütten ansteht. Wie Hauser erklärt, sollen sowohl die Bewohner der Au, als auch die betroffenen Grundeigentümer in diesen Prozess miteinbezogen werden. Die Eigentümer seien bereits an einem eigenen Informationsanlass über die Aufwertungspläne des Stadtrats informiert worden. Die Idee sei mehrheitlich gut angekommen. «Natürlich gab es auch kritische Stimmen, aber keine massive Opposition.»

Im Rahmen eines Quartierforums am Mittwoch, 3. April in der Kulturhalle Glärnisch will sich die Stadt nun ein Bild davon machen, welche Erwartungen die Bevölkerung an die Entwicklungsplanung hat. Eingeladen sind sowohl die betroffenen Grundeigentümer, als auch die Bewohner der Au. «Mit dieser Vorarbeit wollen wir den Puls der Bevölkerung nehmen, damit wir die entsprechenden Änderungen in die BZO-Revision aufnehmen können», sagt Hauser.

Ein neues Gesicht

Spätestens 2021 will der Stadtrat die neue BZO vorliegen. Stadtrat Hauser rechnet damit, dass das Wädenswiler Parlament 2022 mit der neuen Legislatur über die revidierte BZO abstimmen wird. «Dann werden auch die Berggemeinden im Parlament vertreten sein», sagt Hauser. Danach muss der Kanton darüber befinden. Laut Hauser könnte das letzte Wort zur BZO-Revision auch beim Volk liegen. Dies falls ein Referendum ergriffen wird. Deshalb dürften fünf bis sechs Jahre vergehen, bevor die neue BZO rechtskräftig ist.

Etwas länger wird es demnach voraussichtlich bis zur Umsetzung der Entwicklungspläne für das neue Zentrumsgebiet der Au dauern. «Ich gehe davon aus, dass der Bahnhof Au und das dortige Industriegebiet entlang der Seestrasse in spätestens zehn Jahren ein neues Gesicht haben werden», sagt Hauser. Wesentlich früher könnte aber mit der Umnutzung einzelner Gebäude begonnen werden.

Mittwoch, 3. April, von 17.30 bis 21.30 Uhr, Kulturhalle Glärnisch, Wädenswil. Anmeldungen bis Donnerstag, 21. März an sandro.capeder@waedenswil.ch (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.02.2019, 21:22 Uhr

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