Kilchberg

Die Abrissbirne fürs Pfarrhaus ist bestellt

In wenigen Tagen beginnt der Abriss eines der Pfarrhäuser der reformierten Kirche Kilchberg. An seiner Stelle entsteht ein vieleckiger Bau mit zwölf Wohnungen.

Bis 2021 entsteht sihlseits der reformierten Kirche Kilchberg anstelle des Pfarrhauses ein Mehrfamilienhaus. Die Buche soll erhalten bleiben.

Bis 2021 entsteht sihlseits der reformierten Kirche Kilchberg anstelle des Pfarrhauses ein Mehrfamilienhaus. Die Buche soll erhalten bleiben. Bild: Visualisierung: Think Architecture

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Die Tage des Kilchberger Pfarrhauses, das sihlseits der reformierten Kirche steht, sind gezählt. Das Haus, das in die Jahre gekommen ist, steht schon länger leer. Es wird einem vieleckigen Bau mit zwölf Wohnungen weichen. Die Mieteinnahmen sollen helfen, die finanziellen Mittel der Kirchgemeinde langfristig sicherzustellen. Im letzten September haben die Kirchgemeindemitglieder den 10-Millionen-Kredit für den Ersatzneubau deutlich gutgeheissen.

Wie Peter Maier, Präsident der Kirchenpflege, auf Anfrage sagt, geht es bald los mit den Bauarbeiten. Die Baubewilligung habe die Baukommission bereits erteilt. «Für die Baufreigabe mussten wir noch zwei Formalitäten anpassen», sagt Maier. Es sei einerseits um eine Dienstbarkeit zum Trottoir an der Dorfstrasse gegangen, das zum Teil der Kirche gehört, aber von der Gemeinde gereinigt wird. Andererseits um eine Anpassung im Grundbuch, was den geplanten Behindertenparkplatz angeht. Beide Unterschriften sind Ende der vergangenen Woche erfolgt. Damit steht dem Bauvorhaben laut Maier nichts mehr im Weg.

2021 bezugsbereit

Das heisst: Bald geht es los mit den Bauarbeiten auf dem 1700 Quadratmeter grossen Areal an der Ecke Nidelbad-/Dorfstrasse. Die Abrissarbeiten beginnen am 22. Juli. «Dann kommt die Abrissbirne», sagt Maier. Gewisse Vorarbeiten, wie die nötige Asbestsanierung, seien bereits erfolgt. Für den 21. August sei der Spatenstich vorgesehen. Läuft alles weiterhin nach Plan, sollten die zwölf Wohnungen im Frühling 2021 bezugsbereit sein.

So soll eine der Wohnungen aussehen. Visualisierung: Think Architecture

Das vom Zürcher Architekturbüro Think Architecture entworfene Mehrfamilienhaus trägt den Projektnamen Kreuz und zeichnet sich durch eine vieleckige Gebäudeform aus, die aus der Vogelperspektive an ein Kreuz erinnert.

Jedes Geschoss– die beiden Vollgeschosse und das Dachgeschoss mit dem umlaufenden Mansardendach– wird vier Wohnungen mit 2½ bis 4½ Zimmern aufweisen. Die Mieten werden laut Maier im mittleren Preissegment angesiedelt sein. Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt. Sicher ist einzig, dass alle zwölf Wohnungen vermietet werden, keine davon ist für einen der beiden Kilchberger Pfarrer reserviert. Eine Interessentenliste führt die Kirchenpflege nicht.

Baumberater engagiert

Peter Maier betont, dass während der Arbeiten alles darangesetzt werde, die altehrwürdige Buche in der Ecke Nidelbad-/Dorfstrasse zu erhalten: «Es ist uns ein ernst gemeintes Anliegen, diesen für das lokale Ortsbild wichtigen Baum in die Zukunft zu retten.» Ein Baumberatungsbüro sei beauftragt, den Baum während der Bauphase eng zu begleiten und allfällige Unregelmässigkeiten sofort zu melden. «Es soll nicht dasselbe passieren wie mit den Bäumen beim Löwen am See», sagt Maier. Dort musste eine mächtige Blutbuche, die unweit der Schiffsstation Bendlikon stand und weitherum sichtbar war, kurze Zeit nach dem Erstellen der neuen Überbauung gefällt werden. Zu nahe kamen ihm die neuen Häuser.

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Für die reformierte Kirchgemeinde ist es ist bereits die zweite Wohnüberbauung, die sie realisiert. Die erste findet sich in wenigen Gehminuten Distanz zur aktuellen, auf der sogenannten Bühlerwiese vis-à-vis dem reformierten Kirchgemeindehaus. Sie umfasst acht mittelpreisige Wohnungen. Sie sind allesamt vermietet und bringen der Kirchgemeinde pro Jahr rund 300 000 Franken ein.

Erstellt: 08.07.2019, 16:05 Uhr

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