Richterswil

Deutliches Wahlergebnis für neuen Gemeindepräsidenten

Am Sonntag wählten die Richterswiler ihre neue Exekutive. Stärkste Partei mit drei Sitzen ist nach wie vor die FDP. Neu ist die SVP mit zwei Sitzen im Gemeinderat vertreten. SP und CVP sowie neu die EVP bekommen je einen Sitz.

Ab Juli lenkt der neue Gemeinderat die Geschicke Richterswils (v. l.): Markus Oertle (SP), Bernadette Dubs (SP), Renato Pfeffer (EVP), Gemeindepräsident ­Marcel Tanner (FDP), Christian Stalder (SVP), Willy Nüesch (FDP), Evelyn Meuter (SVP), Melanie Züger (FDP) sowie Hansjörg Germann (CVP).

Ab Juli lenkt der neue Gemeinderat die Geschicke Richterswils (v. l.): Markus Oertle (SP), Bernadette Dubs (SP), Renato Pfeffer (EVP), Gemeindepräsident ­Marcel Tanner (FDP), Christian Stalder (SVP), Willy Nüesch (FDP), Evelyn Meuter (SVP), Melanie Züger (FDP) sowie Hansjörg Germann (CVP). Bild: André Springer

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Sonntag. Kurz vor 16 Uhr. Noch immer sind die Stimmen im Richterswiler Gemeindehaus nicht ausgezählt. Alle Kandidierenden sind vor Ort. Ein sichtlich nervöser Marcel Tanner (FDP) versucht nach aussen die Ruhe zu bewahren. Bleibt besonnen. Ebenso sein Kontrahent Hansjörg Germann (CVP). Denn sie beide sind fest entschlossen, künftig als Richterswiler Gemeindepräsident zu amten.

Dann endlich, um 16.15 Uhr, tritt der aktuelle Gemeindepräsident Hans Jörg Huber (FDP) vor die versammelten Kandidierenden vor dem Gemeindehaus. Froh verkündet er die Wahl seines Parteikollegen Marcel Tanner zum Gemeindepräsidenten. Von den zehn Kandidierenden – inklusive Schulpräsidium – hat Denise Moning, die von der SVP ins Rennen geschickt wurde, das absolute Mehr nicht erreicht und schafft es somit nicht in den Gemeinderat.

Bisherige wiedergewählt

Marcel Tanner liess am Wahlsonntag seinen Mitstreiter Hansjörg Germann deutlich hinter sich. 1352 Richterswiler gaben ihm ihre Stimme. Germann blieb mit 803 Stimmen zurück, wurde dafür mit 1824 Stimmen wieder in den Gemeinderat gewählt. Die Stimmbeteiligung am Wahlsonntag lag in Richterswil bei knapp 33 Prozent – praktisch identisch wie vor vier Jahren.

«Ich freue mich über dieses Spitzenresultat», sagte Marcel Tanner. Zurück bleibt ein enttäuschter Hansjörg Germann: «Ich dachte, das Ergebnis würde knapper ausfallen.» Doch das Stimmenverhältnis spreche eine deutliche Sprache. Germann würde als Gemeinderat sein bisheriges Ressort Planen und Bauen gerne wieder innehaben, wie er angibt.

Wieder in den Gemeinderat wählten die Richterswiler Stimmberechtigten die bisherige Ressortvorsteherin Gesellschaft Melanie Züger (FDP). Sie erreichte nach Marcel Tanner das zweitbeste Wahlergebnis im Gemeinderat. Auch der aktuellen Sozialvorsteherin Bernadette Dubs (SP) sprachen die Richterswiler klar ihr Vertrauen aus. Der bisherige Werkvorstand Christian Stalder (SVP) wurde ebenfalls wieder in den Gemeinderat gewählt.

Drei Neue im Gemeinderat

Einen zweiten Sitz im Gemeinderat ergattern konnte die SVP. Evelyn Meuter schaffte die Wahl im soliden Mittelfeld. «Ich freue mich, habe aber mit der Wahl gerechnet», sagt sie. Meuter dürfte vielen aus dem Vorstand der KMU-Vereinigung Richterswil-Samstagern oder aus dem Vorstand der SVP und jenem des HEV bekannt sein. Als ihr künftiges Wunschressort im Gemeinderat würde sie gemäss eigenen Angaben die Liegenschaften präferieren.

Mit einem beachtlichen Wahlresultat von 1775 Stimmen wählten die Stimmberechtigten den FDP-Mann und eigentlichen Politneuling Willy Nüesch-Trachsel in die Exekutive. «Ich freue mich wahnsinnig über die Wahl», sagt er. Zudem denke er, dass er einiges in den Gemeinderat einbringen und viel bewirken könne. Mit Nüeschs Wahl konnte sich die FDP den dritten Sitz im Gemeinderat sichern. Der Partei beigetreten war Nüesch erst im vergangenen September, und der Parteivorstand musste zuvor bei Nüesch einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Doch das ist nun Geschichte. Der 65-Jährige wird künftig definitiv als Gemeinderat amten. «Mein Wunschressort wären die Werke, doch als Sicherheitsvorstand wäre ich ebenfalls zufrieden.»

Auch der 32-jährige Renato Pfeffer wurde in der Gemeinderat gewählt. Mit ihm gewinnt die EVP nach langer Zeit wieder einen Sitz im Gemeinderat. «Ich war im Wahlkampf nahe bei den Leuten dran», erklärt sich Pfeffer seine Wahl. Ebenfalls wieder in sein Amt gewählt wurde der bisherige Schulpräsident Markus Oertle (SP). (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.04.2018, 22:27 Uhr

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