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Der Thalwiler Gemeinderat ist nur ein bisschen umkämpft

Sie ist kleiner als erwartet, die Auswahl an Kandidaten für den Thalwiler Gemeinderat, aber es gibt eine. Neben sieben Bisherigen kämpfen drei Neue um einen der neun Sitze. Wer einen SVP-Kandidaten erhofft hat, wird enttäuscht.

Bei den Gemeindewahlen in Thalwil im Frühjahr buhlen neben sieben bisherigen Kandidaten drei Neue um einen der neun Sitze.
Bei den Gemeindewahlen in Thalwil im Frühjahr buhlen neben sieben bisherigen Kandidaten drei Neue um einen der neun Sitze.
Archiv Moritz Hager

Sie werden die Wahl haben, die Thalwiler, wenn sie am 15. April ihren Gemeinderat neu wählen: Zehn Kandidaten stellen sich für die neun Gemeinderatssitze zur Wahl, sieben Bisherige und drei Neue. Eigentlich hätte mit vier Neuen gerechnet werden können.Nun, da die erste Meldefrist für Kandidaten abgelaufen ist, ist jedoch klar: Die SVP schickt doch niemanden ins Rennen.

Zwar hat die Partei laut Präsident Fredi Selinger Kandidaten evaluiert, ist jedoch zum Schluss gekommen, auf eine Kandidatur zu verzichten. Sie wird also eine weitere Legislatur lang nicht in der Exekutive vertreten sein. Diese setzt sich zur Zeit zusammen aus drei Mitgliedern der FDP, je zwei Mitgliedern der CVP und SP sowie zwei Parteilosen.

Dorfverein Gattikon tritt an

Fündig geworden in den eigenen Reihen ist dagegen der Dorfverein Gattikon (DVG). Er ist zur Zeit nicht vertreten in der Exekutive. Zwar sass der Gattiker Jan Rauch ab 2006 für den DVG im Gemeinderat. Doch nachdem ein länger schwelender Konflikt zwischen Rauch und dem Vorstand des DVG Anfang 2017 esakliert war, sitzt Rauch seit ziemlich genau einem Jahr als Parteiloser im Rat. Der Wiederwahl stellt er sich nicht.

Wie der DVG mitteilt, will er den Sitz mit David Brüllmann zurück erobern. Brüllmann (39) ist ein politischer Neuling, aber in Gattikon kein Unbekannter. Ist er doch als Sohn des Arztes von Gattikon daselbst aufgewachsen und lebt heute mit seiner Frau und den beiden schulpflichtigen Kindern ebenfalls in Gattikon.

Der Informatik-Ingenieur arbeitet in einem 80-Prozent- Pensum bei der Schweizerischen Nationalbank, im Bereich Bankensysteme. Als Gemeinderat möchte er mithelfen, Thalwil weiter zu entwickeln. Er beschreibt sich als jemand, für den die Sache im Vordergrund steht. Besonders einsetzen will er sich für eine lebendige, facettenreiche Gemeinde mit hochwertiger Infrastruktur und gelebter Nachhaltigkeit.

«Gescheite Seeuferplanung»

Ebenfalls einen Kandidaten ohne Kommissionserfahrung stellt die GLP mit Hanspeter Giger (61) auf. Giger ist frühpensionierter Informatiker und Unternehmer. Der Vater einer erwachsenen Tochter ist seinerseits in Thalwil aufgewachsen, seit vielen Jahren Präsident des Schachclubs und Mitglied des Turnvereins. Seine Motivation für die Kandidatur beschreibt er so: «Die Gemeinde hat mir viel gegeben, nun sehe ich die Möglichkeit, ihr etwas zurück zu geben.» Als Politiker will er aus der Mitte heraus Konsenslösungen anstreben.

Vor vier Jahren hatte Giger für die Rechnungsprüfungskommission kandidiert, erreichte das absolute Mehr, schied aber als Überzähliger aus.

Der dritte Neue, der in den Thalwiler Gemeinderat einziehen möchte, ist dagegen bekannt im Dorf: Jürg Stünzi (64) von der Grünen Partei. Der Biologe mit Doktorat arbeitet seit 20 Jahren als Leiter der Abteilung Entsorgung und Umweltprojekte der Stadt Winterthur. Daneben ist der Vater zweier erwachsener Töchter Präsident der Ortspartei und wirkt bereits in der Infrastrukturkommission, in der Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit sowie im Vorstand des Vereins Oekopolis mit. Sein Arbeitspensum sollte Stünzi in seinem letzten Jahr reduzieren können. Wenn er in den Gemeinderat gewählt wird, will er sich unter anderem dafür einsetzen, dass die Gemeinde Thalwil den Hochwasserentlastungsstollen für eine «gescheite Seeuferplanung» nützt.

Unterstützung von SP und GLP

Stünzi geniesst auch die Unterstützung der GLP und der SP. Letztere hat mit dem Schulpräsidenten Kurt Vuillemin nur noch einen Kandidaten nominiert. Für die Nachfolge ihrer Gemeinderätin Catherine Marrel, die ihren Sitz nach mehr als vier Legislaturen abgibt, hat die Partei niemanden aufgestellt.

Die übrigen Bisherigen sind: Gemeindepräsident Märk Fankhauser (FDP), Liegenschaftenvorstand Andreas Federer (CVP), Sozialvorstand Peter Klöti (FDP), Finanzvorstand Hansruedi Kölliker (FDP), Sicherheitsvorsteherin Ursula Lombriser (CVP) und Bauvorstand Richard Gautschi (parteilos).

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