Adliswil

Der Stadtrat ackert sich durch einen Katalog an Fragen

Der Stadtrat hat morgen Mittwoch an der Sitzung des Grossen Gemeinderates viele Vorstösse zu beantworten. Er muss sich dabei auch mit der Kritik einiger Parlamentarier an städtischen Mitarbeitern auseinandersetzen.

Dem Stadtrat und dem Grossen Gemeinderat steht eine lange Sitzung bevor.

Dem Stadtrat und dem Grossen Gemeinderat steht eine lange Sitzung bevor. Bild: Sabine Rock, Archiv

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Entscheide von grosser Tragweite sind keine zu erwarten. Zwar sind an der Sitzung des Grossen Gemeinderates der Stadt Adliswil von morgen Mittwoch 13 Einbürgerungsgesuche traktandiert. Daneben steht aber vor allem die Beantwortung von Interpellationen im Vordergrund.

Die Vorstösse befassen sich mit vielfältigen Themen. So regt Sait Acar (SP) einen Landtausch mit angrenzenden Gemeinden an. Grund sei nicht nur das Wachstum von Adliswil, sondern auch die Wahrnehmung, wohin ein Quartier gehöre. Das Quartier Bänklen beispielsweise liege knapp auf Kilchberger Boden, sei aber nach Adliswil hin orientiert. Die Häuser auf der südwestlichen Seite von Lettenstrasse und Zwängiweg hingegen gehören zu Adliswil, seien aber nach Wollishofen oder Kilchberg orientiert. Für Sait Acar bieten solche Ausgangslagen die Möglichkeit, einen Gebietstausch zu prüfen.

Willkür vorgeworfen

Eine weitere Interpellation von Sait Acar zusammen mit Davide Loss (SP) betrifft den Umgang mit Gegenständen in Treppenhäusern und Hauseingängen. Die Interpellanten werfen der Feuerpolizei der Stadt Adliswil Rechtsungleichheit und Willkür vor, weil diese mit Brandschutzvorschriften «sehr locker» umgingen und nur bei konkreter Beanstandung Kontrollen durchführten – dann aber dafür mit grösster Strenge. So müssten auch Gegenstände entfernt werden, die nicht unmittelbar feuergefährlich seien oder die Fluchtwege verhindern.

Markus Bürgi (FDP) und Simone Huber (FDP) wollen vom Stadtrat Informationen zum potenziellen Missbrauch des Sozialhilfesystems durch private Vermieter. In verschiedenen Schweizer Gemeinden scheinen private Liegenschaftseigentümer die Notsituation von Sozialhilfebezügern auszunutzen, begründen die Parlamentarier. Unter Kenntnis der seitens der Gemeinden gewährten Maximalbeträge würden die Wohnungsmieten entsprechend festgesetzt. Die Sozialhilfebezüger beziehungsweise die Steuerzahler trügen somit teils Mietkosten, die weit über Marktwerten liegen. Die Interpellanten wollen vom Stadtrat Zahlen, um beurteilen zu können, ob solche Missbräuche auch in Adliswil herrschen.

Auskunft zu Mehrkosten

Mit dem Adliswiler Ziel, sich bis 2050 zur 2000-Watt-Gesellschaft zu wandeln, haben sich Mario Senn (FDP), Daniela Morf (SVP) und Markus Bürgi (FDP) befasst. Sie wollen vom Stadtrat Auskunft zu möglichen Mehrkosten oder Einschränkungen. Sie möchten vom Stadtrat auch eine Einschätzung, ob die Beibehaltung des Labels Energiestadt weiterhin Sinn mache oder ob Massnahmen auch im Rahmen normaler Legislaturziele umgesetzt werden könnten.

Schliesslich regt Mario Salomon (SVP) gemeinsam mit mehreren Mitunterzeichnenden Verbesserungen in Zusammenhang mit dem Hallen- und Freibad im Tal an, namentlich die Aktualisierung der Website oder die Sicherung des Eingangsbereichs. Auch fragt er den Stadtrat an, wie der Schwimmunterricht der Schule während der geplanten Sanierung des Hallenbades aufrechterhalten werden kann. ()

Erstellt: 14.03.2016, 15:09 Uhr

Sitzung des Grossen Gemeinderates

Mittwoch, 16. März, 19 Uhr, Aula Schulhaus Hofern, Sonnenbergstrasse 28–30, Adliswil. Die Sitzung ist öffentlich.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!