Adliswil

Der Sportplatz des Schulhauses Hofern wird erneuert

Das Parlament sprach sich am Mittwoch für die Sanierung und Erweiterung der Sportanlage beim Schulhaus Hofern aus. Für Diskussionen sorgte ein Vorstoss zu 5G.

Die Sportplätze des Schulhauses Hofern werden erneuert. Dies entschied am Mittwoch der Grosse Gemeinderat.

Die Sportplätze des Schulhauses Hofern werden erneuert. Dies entschied am Mittwoch der Grosse Gemeinderat. Bild: PD

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Die Aussensportanlage des Schulhauses Hofern ist in die Jahre gekommen. Der Grosse Gemeinderat beschloss an seiner Sitzung vom Mittwoch, dies zu ändern. Für rund 1,89 Millionen Franken wird die Sportanlage, welche direkt ans Schulhaus Sonnenberg angrenzt, erneuert und erweitert. Dafür sprachen sich die Parlamentarier einstimmig aus.

Die Aussenanlagen werden von den Schülern der Primarschule Sonnenberg sowie der Sekundarschule Hofern genutzt. Es werden nicht nur die Rennbahn und der Allwetterplatz erneuert. Auf dem Platz wird ein Beachvolleyball-Feld entstehen, das auch für Weitsprung und Kugelstossen genutzt werden kann. Die neue Aussenanlage des Schulhauses Hofern wird neben den Schülern auch der Quartierbevölkerung und den Vereinen dienen. «Die Arbeiten werden mit der Erweiterung des Schulhauses Sonnenberg abgestimmt», sagte Stadträtin Karin Fein (Freie Wähler). Das erleichtere die Abläufe und spare letztlich Geld.

Kritik kam von Bernie Corrodi (Freie Wähler). Er unterstützte das Projekt zwar, bemängelte unter anderem aber, dass die Umgebung des Schulhauses Hofern wie Rasenfläche oder Treppengeländer nicht berücksichtigt wurde. Auch die SP stimmte der Sanierung zu, erwähnte als Wermutstropfen aber, dass das Beachvolleyball-Feld nur von Mai bis September genutzt werden könne.

Uneinigkeit bei 5G

Das Parlament beschäftigte sich zudem mit einem dringlichen Postulat zur neuen Mobilfunktechnologie 5G. Der Postulant Pascal Engel (EVP) verlangt, dass der Stadtrat Massnahmen gegen den «Wildwuchs bei Antennen» trifft und den Telecom-Firmen auf die Finger schaut. Der Stadtrat empfahl dem Parlament, den Vorstoss anzunehmen.

Gewisse Antennen können die Anbieter auch ohne Baugesuch der Gemeinde direkt beim Kanton bewilligen lassen. Hierbei spricht man von einem «Bagatellverfahren». An der Webereistrasse ist dieser Fall eingetreten. «Abgesehen von der fehlenden Benachrichtigung, ist es fraglich, ob alles mit rechten Dingen ablief», sagte Pascal Engel. Er sei froh, dass der Stadtrat bei künftigen Antennen genauer hinschauen wolle. Gabriel Mäder (GLP) ergänzte: «Moratorien zu 5G stehen wir kritisch gegenüber. Das Postulat will die Adliswiler aber sachlich über das Verfahren beim Antennenbau aufklären.»

Vera Bach (FDP) war das Postulat ein Dorn im Auge. Sie warf den Unterstützern vor, mit Unwahrheiten Stimmung zu machen. «Die Strahlung geht vor allem von den Handys aus und nicht von den Antennen», sagte sie und fügte an: «Wären unsere Vorfahren so ängstlich gewesen, hätten wir heute noch Postkutschen.» Pascal Engel widersprach: «Wir halten den Fortschritt nicht auf, die Adliswiler Bevölkerung soll sich aber nicht von dem, was Kanton und Mobilfunkkonzerne entscheiden, hintergangen fühlen.»

Letztlich wurde das Postulat mit 21 zu zehn Stimmen an den Stadtrat überwiesen. «Wir warten noch auf Studien zu 5G und werden in den nächsten sechs Monaten über die Möglichkeiten des Stadtrats bei neuen Antennen informieren», sagte Stadtrat Felix Keller (parteilos).

Erstellt: 03.07.2019, 23:13 Uhr

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