Oberrieden

Der Gemeinderat treibt Erweiterung des Fussballplatzes voran

Der Fussballplatz in Oberrieden ist zu klein, um in die Norm des Schweizer Fussballverbands zu passen. Deshalb soll er vergrössert werden. Auch ein Kunstrasen ist eine Option.

Zu klein, um den Normen zu genügen: Der Fussballplatz in Oberrieden soll vergrössert werden. Im Herbst wird das Stimmvolk darüber befinden.

Zu klein, um den Normen zu genügen: Der Fussballplatz in Oberrieden soll vergrössert werden. Im Herbst wird das Stimmvolk darüber befinden. Bild: Patrick Gutenberg

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«Der kleinste Platz mit der schönsten Aussicht»: So beschreibt der FC Oberrieden (FCO) das Fussballfeld Cholenmoos auf seiner Website. Die Aussicht über den Zürichsee wird der gemeindeeigene Platz zwar behalten, seine Grösse soll sich aber verändern. Momentan ist das Spielfeld 45 Meter breit. Damit verfehlt es die Mindestbreite von 57,6 Metern, die der Schweizer Fussballverband für Spielfelder für Verbandsspiele ab der Saison 2019/20 vorschreibt. Ein Platz in dieser Grösse ist Voraussetzung, dass die 1. und 2. Mannschaft des FCO, die Senioren sowie die A- und B-Junioren ihre offiziellen Matches weiter im Cholenmoos austragen dürfen. Der Gemeinderat will die Breite des Spielfeldes entsprechend vergrössern(diese Zeitung berichtete). Die heutige Länge mit 91,6 Metern genügt den Anforderungen.

Der Gemeinderat hat in den vergangenen Tagen die anfallenden Arbeiten ausgeschrieben. Dabei wird auch ersichtlich, dass die Exekutive die Möglichkeit eines Kunstrasens in Betracht zieht. Ein solcher bringt Vor- und Nachteile. «Ein Kunstrasen ist relativ teuer in der Erstellung, dafür günstiger im Unterhalt», sagt Gemeindepräsident Martin Arnold (SVP). Bei natürlichem Rasen sei es umgekehrt.

Während die Vergrösserung des Feldes rund 850'000 Franken kosten dürfte, wovon 150'000 bereits im Budget für das Jahr 2019 eingestellt sind, könnte ein Kunstrasen gemäss Bau- und Finanzprogramm der Gemeinde rund 950'000 Franken kosten. Insgesamt könnten sich so die Kosten auf 1,8 Millionen Franken belaufen. Nach der Ausschreibungsphase werde der Gemeinderat dem Souverän die effektiven Kosten unterbreiten.

Verkauf von Parzelle könnte Aufwand decken

Im Finanzplan der Gemeinde ist zudem im Jahr 2021 der Verkauf einer im Norden angrenzenden Parzelle in der Wohnzone vermerkt, auf der heute ein Sandplatz liegt. Mit dem Erlös könnte der anfallende Aufwand der Fussballplatzerweiterung gedeckt werden. Ob ein möglicher Verkauf dereinst Realität wird, ist aber noch ungewiss. «Der Gemeinderat hat diesbezüglich noch nichts entschieden», sagt Arnold.

Bei der Ausarbeitung des Projekts war auch der FC Oberrieden beteiligt. «Wir stehen der Platzerweiterung natürlich positiv gegenüber», sagt der Präsident des FCO, Mirco Baumann. Auch ein Kunstrasen würde seine Vorteile bringen. Ein solcher könne auch bei schlechtem Wetter bespielt werden. Dies sei hilfreich, da Oberrieden für alle Mannschaften im Verein nur einen Platz habe. «Der Rasen ist stark überbelastet, da die zwölf Mannschaften auf demselben Rasenspielfeld mehrmals in der Woche trainieren und die Meisterschaftsspiele dort ausgetragen werden», sagt Baumann.

Über die Vergrösserung des Spielfeldes wird voraussichtlich die Gemeindeversammlung im September entscheiden. Dann könnte es auch eine Variantenabstimmung geben, ob der Platz einen Kunstrasen erhalten soll oder nicht.Wenn sich der Souverän hinter die Erweiterung des Spielfelds stellt und alles nach Plan läuft, könnte der Umbau in der Winterpause der Saison 2020/21 realisiert werden.

Erstellt: 22.04.2019, 13:53 Uhr

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