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Der Babyboom im Bezirk Horgen flaut ab

1278 Babys haben 2017 im Bezirk Horgen das Licht der Welt erblickt. Sowohl das See-Spital wie auch die Paracelsus-Klinik hatten weniger Geburten als 2016. Hingegen wächst das Bedürfnis nach einer natürlichen Geburt bei Zwillingen.

Weniger Arbeit für den Klapperstorch: Im Bezirk Horgen gab es 2017 weniger Geburten als im Vorjahr.
Weniger Arbeit für den Klapperstorch: Im Bezirk Horgen gab es 2017 weniger Geburten als im Vorjahr.
Archiv / Patrick Aeschlimann

Nach mehreren Jahren des konstanten Geburtenanstiegs im Bezirk Horgen ist die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr leicht zurück gegangen. Im See-Spital kamen 645 Kinder zur Welt, 36 weniger als im Rekordjahr 2016. Im Paracelsus-Spital in Richterswil sank die Zahl der Neugeborenen ebenfalls leicht, von 663 auf 633.

Laut Manuel Zimmermann, Leiter Kommunikation und Marketing des See-Spitals, entspricht diese Zahl «in etwa dem Stand von 2015», sie liege aber unter den Rekordjahren 2014 und 2016. Man beobachte in den letzten Jahren eine Pendelbewegung. Auch das Richterswiler Paracelsus-Spital führt den leichten Rückgang an Geburtenzahlen auf «normale allgemeine Schwankungen» zurück, erklärt Jens Weber, Spitaldirektor des Paracelsus-Spitals.

Im See-Spital erblickten die meisten Kinder in den Frühlingsmonaten März bis Mai das Licht der Welt, während der Dezember wie in früheren Jahren der geburtenschwächste Monat war.

Ähnlich wie in den vergangenen Jahren, handelte es sich im See-Spital bei rund 40 Prozent der Geburten um Kaiserschnitte. Wobei die Zahl sowohl geplante, wie auch sekundäre, d.h. durch medizinische Gründe veranlasste, Kaiserschnitte umfasst. Auch die sieben Zwillingsgeburten waren Kaiserschnitte.

Deutlich tiefer als im See-Spital, lag mit 21 Prozent die Kaiserschnittrate im Paracelsus-Spital. Die Frauenklinik des Richterswiler Spitals legt mit seinem Angebot an Schul- und Komplementärmedizin Wert darauf, den Müttern eine Geburt auf natürlichem Weg zu ermöglichen.

Zwillinge natürlich gebären

Von den elf Zwillingsgeburten waren nur in zwei Fällen Kaiserschnitte nötig. Auch von den rund 66 Säuglingen in Steisslage, kamen 29 auf natürlichem Weg zur Welt. Bei den restlichen 37 handelte es sich nur in zwölf Prozent der Fälle um primär geplante Kaiserschnitte.

Die Zahl natürlich geborener Zwillinge und Steisslagen-Kinder erstaunt zunächst, widerspiegelt aber ein offenbar wachsendes Bedürfnis werdender Mütter, ihre Kinder auch unter schwierigeren Voraussetzungen natürlich zu gebären. Am rechten Seeufer zeigte sich dies im Spital Männedorf. Hier kamen laut Margaret Hüsler, Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe des Spitals Männedorf, im vergangenen Jahr vier Säuglinge in Steisslage auf natürlichem Weg zur Welt.

Grosser Beliebtheit erfreuen sich in beiden Spitälern am linken Seeufer die Familienzimmer. Diese ermöglichen den Eltern, die ersten Nächte nach der Geburt zusammen mit dem Neugeborenen zu verbringen, und dennoch im Spital zu bleiben. Die Nachfrage nach dem Angebot ist laut Sarah Buob, Projektleiterin Kommunikation und Marketing des See-Spitals, so gross, dass die Zimmer in der Regel schon lange Zeit im Voraus ausgebucht seien.

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