Wädenswil

Der Aufbau der neuen Kanti Zimmerberg läuft auf Hochtouren

Am Tag nach dem Ja zum privaten Gestaltungsplan Au-Park gehen die Vorbereitungen für die neue Kantonsschule und die Wohnüberbauung in die nächste Phase. Das Interesse am neuen Gymnasium ist gross.

Im markanten Gebäude an der Steinacherstrasse in der Au nimmt das neue Gymi im nächsten Sommer den Betrieb auf.

Im markanten Gebäude an der Steinacherstrasse in der Au nimmt das neue Gymi im nächsten Sommer den Betrieb auf. Bild: Michael Trost

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Die neue Kantonsschule Zimmerberg (KZI) ist auf gutem Weg. Am Sonntag hat das Wädenswiler Stimmvolk den privaten Gestaltungsplan Au-Park mit einem Ja-Anteil von 62 Prozent gutgeheissen. «Das ist für uns ein grosser Motivationsschub und eine Riesenfreude», sagt der Rektor der Kantonsschule, Urs Bamert.

Jetzt nimmt der Kanton die Vorbereitungen für den Bau der Schulanlage, die Teil des Au-Parks ist, in Angriff. Die neue Kantonsschule wird rund 1000 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Ein Bauprojekt für die Schulanlage existiert noch nicht. Als nächstes erarbeitet die kantonale Baudirektion die Grundlagen für einen Architekturwettbewerb, wie Mediensprecher Markus Pfanner mitteilt. Bis Ende 2020 soll das Projektpflichtenheft dafür vorliegen. Einen Zeitplan für die weitere Planung und den Bau gebe es aber noch nicht. Es sei vorgesehen, die Kantonsschule Zimmerberg 2028 zu eröffnen.

Provisorium im Umbau

Bereits im nächsten Sommer nimmt die Kantonsschule ihren Betrieb im Provisorium auf. Dieses Gebäude an der Steinacherstrasse wird zurzeit umgebaut. Damit die Schulräume gross genug werden, müssen Wände herausgerissen und neue hochgezogen werden. Es werden eine Mensa und eine Aula eingerichtet. Es entsteht ein Fitnessraum mit Duschen und Garderoben und hinter dem Gebäude wird ein Sportplatz erstellt. Auch die Jahrzehnte alte Technik muss modernisiert werden.

«Wir freuen uns über das Abstimmungsergebnis. Damit ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Projekts erreicht.»Andreas Wirz, Geschäftsleitungsmitglied der Grundeigentümerin Intershop Holding AG.

Seit letzter Woche können sich Schülerinnen und Schüler für die Aufnahmeprüfung an einer Kantonsschule im Kanton Zürich anmelden. Zum ersten Mal auch an der Kantonsschule Zimmerberg, die mit je zwei Klassen im Lang- und im Kurzgymnasium starten wird. Starten will sie im nächsten Sommer mit rund 100 Schülerinnen und Schüler.

Rektor Urs Bamert und sein Team haben anfangs November fünf Orientierungsveranstaltungen für Eltern durchgeführt. Über 650 Personen haben teilgenommen. «Das Interesse an unserer neuen Schule ist vorhanden», bilanziert der Rektor. Manche Eltern hätten ihm gesagt, es sei an der Zeit, dass ein Gymnasium am linken Ufer entstehe. Das Interesse schlägt sich bei den Anmeldungen nieder: Schon nach wenigen Tagen haben sich die ersten Jugendlichen für die Aufnahmeprüfung an der Kanti Zimmerberg angemeldet.

Architekten beauftragt

Das Ja zum privaten Gestaltungsplan verleiht auch dem Projekt Au-Park neuen Schub. Die Überbauung stand im Abstimmungskampf vor allem wegen der Grösse der Wohn- und Gewerbegebäude in der Kritik. «Wir freuen uns über das Abstimmungsergebnis. Damit ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Projekts erreicht», sagt denn auch Andreas Wirz, Geschäftsleitungsmitglied der Grundeigentümerin Intershop Holding AG.

Intershop intensiviere nun die Arbeiten für ein konkretes Bauprojekt. Diese umfasst fünf Gebäude mit etwas mehr als 200 Wohnungen, einen Park sowie Flächen für Gewerbe und die Quartierversorgung. Intershop arbeite mit mehreren Architekturbüros zusammen, die unterschiedliche Aufgaben hätten, hält Andreas Wirz fest. Das könne beispielsweise die Gestaltung des Parks oder den Anteil der kostengünstigen Wohnungen betreffen.

Bevor Intershop jedoch ein Baugesuch bei der Stadt Wädenswil zur Bewilligung einreichen kann, muss der Kanton Zürich noch den privaten Gestaltungsplan festsetzen. «Wir erwarten den Entscheid des Kantons im nächsten Jahr», sagt Andreas Wirz. Noch nicht klar sei, wie lange das bald 60-jährige Industriegebäude, das einst als Technologiecenter diente, noch steht. Das Au-Center wird nur noch zu einem kleinen Teil für Büro-, Gewerbe- und Lagerflächen genutzt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit beginnen die Abbrucharbeiten aber erst, wenn eine rechtsgültige Baubewilligung vorliegt, sagt Andreas Wirz.





Erstellt: 18.11.2019, 17:34 Uhr

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