Wädenswil

Dem Agroscope-Standort in Wädenswil droht ein Stellenabbau

Anfang 2018 schien der Agroscope-Standort Wädenswil auf Messers Schneide. Mittlerweile ist das vom Tisch. Doch die Einschnitte könnten dennoch massiv ausfallen.

50 bis 100 Arbeitsplätze erachtet der Wädenswiler Stadtpräsident als kritische Grösse für den Agroscope-Standort, die nicht unterschritten werden sollte.

50 bis 100 Arbeitsplätze erachtet der Wädenswiler Stadtpräsident als kritische Grösse für den Agroscope-Standort, die nicht unterschritten werden sollte. Bild: Archiv André Springer

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Der Agroscope-Forschungsbetrieb unterhält in Wädenswil 140 Stellen. Eine Sparankündigung vom Frühling 2018 des damaligen Bundesrats Johann Schneider-Ammann über 40 Millionen Franken und die daraus resultierenden Standort-Streichungen bewirkte einen Aufschrei in den betroffenen Kantonen. Von dieser Zentralisierung hat der Bundesrat im Frühherbst Abstand genommen.

Im März erklärte nun Schnieder-Ammanns Nachfolger Guy Parmelin im Nationalrat: «Wenn wir in den kommenden Jahren in Changins, Reckenholz oder anderen Regionen investieren, wird es nicht darum gehen, ein einzelnes Zentrumsprojekt wieder in Gang zu bringen, es wäre völlig unlogisch.»Dieses Zentrumsprojekt in Posieux wäre das Schreckgespenst der aktuellen Agroscope-Standortkantone gewesen.

Verbleib scheint gesichert

Aktuell ist zwar nach wie vor ein Campus in Posieux geplant, es soll aber auch zwei regionale Zentren, Reckenholz und Changins, geben. Ausserdem gibt es so genannte dezentrale Forschungsstationen, von welchen einer auch in Wädenswil weiterbetrieben werden könnte. Der Wädenswiler Stadtpräsident und Nationalrat Philipp Kutter (CVP) hat sich seit Beginn der Debatte stark gemacht für eine Fortführung des Standorts Wädenswil. Heute sagt er: «Ich denke, Agroscope wird bleiben, aber ich gehe stark davon aus, dass die 140 Arbeitsplätze nicht bestehen bleiben. Wichtig ist, dass der Agroscope-Standort Wädenswil eine kritische Grösse nicht unterschreitet, mit 50 bis 100 Arbeitsplätzen wären wir weiterhin gut dran, wenn es auf 20 oder weniger käme, wäre es ein herber Einschnitt.»

Bis Ende 2019 wird nun das Detailkonzept ausgearbeitet, wo welche Forschung betrieben werden wird. Im Zentrum steht hierbei die grösstmögliche Leistungserbringung und das Realisieren von Effizienzgewinnen, welche in die Forschung reinvestiert werden können. Die Geschäftsleitung von Agroscope ist massgeblich an der Ausarbeitung dieses Detailkonzepts beteiligt. «Für detaillierte Auskünfte zum Standort Wädenswil ist es noch zu früh», sagt gegenüber der ZSZ auf Anfrage Eva Reinhard, Leiterin Agroscope in Bern, «da wir uns mitten in einem noch nicht abgeschlossenen Prozess befinden.»

Erstellt: 03.05.2019, 17:57 Uhr

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