Wädenswil

Das Theaterfieber hält schon lange

Der Chor Xang Arn Stocken lädt zum Chränzli. Seit über 40 Jahren ist Ruedi Blickenstorfer dabei, Jacqueline Steinmann feiert ihr 20-jähriges Jubiläum.

Ruedi Blickenstorfer und Jacqueline Steinmann spielen seit Jahrzehnten Theater. Sie haben schon öfter ans Aufhören gedacht, haben aber jedes Mal wieder Spass.

Ruedi Blickenstorfer und Jacqueline Steinmann spielen seit Jahrzehnten Theater. Sie haben schon öfter ans Aufhören gedacht, haben aber jedes Mal wieder Spass. Bild: Michael Trost

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Ruedi Blickenstorfer hatte vor über 40 Jahren seinen ersten Schauspieleinsatz im Gesangverein Stocken. «Geplant war das nicht», erinnert er sich. Blickenstorfer war damals zwar schon im Chor, aber auf der Bühne stehen wollte er nicht unbedingt. «Ein Schauspieler ist verunfallt und deshalb bin ich eingesprungen.»

Seine erste Rolle war klein. Aber sie hat gereicht, um das Feuer zu entfachen: «Das Schauspielern hat mich sofort gepackt», sagt er er. Danach stand er bei fast jedem Stück auf der Bühne. Aus kleineren wurden grössere und schliesslich Hauptrollen. 1995 hat er auch die Leitung und die Regie übernommen.

An seine erste grosse Hauptrolle erinnert er sich besonders gern. Es war das Stück «Verruckts Geld» von 2006. Blickenstorfer und die weibliche Hauptrolle, die von Jacqueline Steinmann gespielt wurde, hatten über 500 Einsätze und standen fast ununterbrochen auf der Bühne.

Vom Souvvlieren zum Spielen

An «Verruckts Geld» erinnert sich auch Jacqueline Steinmann gerne zurück. Nach Blickenstorfer ist sie die dienstälteste Schauspielerin in der Theatergruppe. Sie feiert das Jubiläum zum 20. Bühnenjahr. Angefangen hatte auch Steinmann im Chor, wirkte zuerst ein paar Jahre als Souffleuse im Theater, bis sie dann auf die Bühne wechselte. Sie spielte schon in der Schule immer gern Theater und die Freude und Lust am Schauspiel packte sie gleich wieder.

Beide finden es toll, für einmal in eine andere Rolle zu schlüpfen. «Jemand ganz anderes zu sein, als man in Wirklichkeit ist», sagt Steinmann. Dieses Jahr ist das Theater für sie eine besondere Herausforderung. Im Stück «D’Fraueflüschterer» gibt Jacqueline Steinmann die weibliche Hauptrolle. «Ich spiele eine naive Frau, die sehr gerne und viel schwatzt, einen Putztick und eine Zwangsneurose hat», verrät sie. Die grosse Herausforderung sei, die Rolle authentisch zu spielen. «Denn ich selber bin ganz und gar nicht so.» Doch genau das mache es auch spannend.

Beide Schauspieler haben schon öfters ans Aufhören gedacht. «Eigentlich denke ich nach jedem Stück, das war jetzt das letzte», sagt Ruedi Blickenstorfer. Seiner Kollegin geht’s nicht anders. «Sobald wir dann aber mit Bühnenbild und Kostümen proben und alles Form annimmt, dann macht es wieder richtig Spass und ich denke nicht mehr ans Aufhören», ergänzt Steinmann.

Nicht nur die Theatergruppe sei toll, Schauspielen sei auch ein gutes Training fürs Gedächtnis, ist Jacqueline Steinmann überzeugt. Dieses Jahr sind seit vielen Jahren alle Schauspielerinnen und Schauspieler Mitglied des Chors.

Der Gemischte Chor Arn Horgen und der Gesangverein Stocken Wädenswil haben 2013 zum Xang ArnStocken fusioniert. Um das kleine Jubiläum – letztes Jahr waren es fünf Jahre – zu feiern, präsentieren die Sängerinnen und Sänger vor dem Theaterstück die fünf beliebtesten Lieder, welche der Chor in den vergangenen fünf Jahren gesungen hat. Vorgetragen wird zum Beispiel «New York, New York», «Heimweh» von Plüsch oder die traditionelle Melodie «Opus 69». Karin Sigrist hat die Leitung, der Chor wird von Adeline Marty am Klavier begleitet.

Samstag, 12. Januar, 20 Uhr, Sonntag, 13. Januar, 13.30 Uhr, Donnerstag, 17. Januar, 20 Uhr, Freitag, 18. Januar, 20 Uhr und Samstag, 19. Januar, 20 Uhr. Türöffnung jeweils um 18.30 Uhr, sonntags um 12.30 Uhr. Reservation bei Elizabeth Hauser unter 077 479 53 10 (jeweils 17-19.30 Uhr). Restaurant Neubüel Wädenswil.

Erstellt: 10.01.2019, 15:47 Uhr

D’Fraueflüschterer

Das Unheil ist vorprogrammiert

Der gemischte Chor Xang Arn Stocken präsentiert nebst den Liedern auch eine lustige Theaterproduktion. Im diesjährigen Stück «D’Fraueflüschterer» sind Bernhard und sein Schwager Walter ein Dreamteam. Sie verstehen sich prächtig und verbringen den Tag am liebsten mit gemeinsamem Nichtstun. Leider ist Bernhards Frau, Katharina, damit nicht einverstanden. Ihre dauernden Mahnungen, dass sie sich endlich wieder Arbeit suchen sollen, gehen den beiden gehörig auf die Nerven. Doch dann klappt es plötzlich mit einem Job. Allerdings ist es eine Tätigkeit, die sie Katharina unbedingt verschweigen müssen. Aber nichts ist so geheim, dass es nicht doch irgendwann publik wird. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf. (bol)

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