Thalwil

Das Tellenbach-Areal ist rechtskräftig

Im letzten Juni hat die Gemeindevesammlung dem privaten Gestaltungsplan Tellenbach zugestimmt. Inzwischen hat auch die Baudirektion den Beschluss genehmigt.

Wie die denkmalgeschützte Villa Tellenbach einst genutzt wird, ist noch unklar. Im Garten soll eines der beiden geplanten Wohnhäuser entstehen.

Wie die denkmalgeschützte Villa Tellenbach einst genutzt wird, ist noch unklar. Im Garten soll eines der beiden geplanten Wohnhäuser entstehen. Bild: Michael Trost

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Eine frohe Botschaft und viele offene Fragen. So lässt sich die aktuelle Situation der Stiftung Hans F. Tellenbach zusammenfassen. Doch der Reihe nach: Der Stiftung gehört das Tellenbach-Areal seeseits des Bahnhofs Thalwil, auf dem die gleichnamige Villa und die ehemalige Druckerei des «Thalwiler Anzeiger» stehen. Letztere soll abgerissen werden. Neu sollen auf dem Grundstück zwei Wohnhäuser entstehen. So sieht es der Gestaltungsplan Tellenbach vor, dem die Thalwiler an der Gemeindeversammlung im Juni 2015 zugestimmt hatten.

Im Herbst folgte dann auch die Genehmigung der kantonalen Baudirektion. Rekurse dagegen sind keine eingegangen, womit der Gestaltungsplan nun definitiv rechtskräftig ist. Dies wurde kurz vor Jahresende in den amtlichen Anzeigen bekannt gemacht. Für die Stiftung ist es eine erfreuliche Nachricht, denn immerhin geht damit ein jahrelanger Prozess zu Ende.

«Als Museum ungeeignet»

Von der Nachricht erfahren hat die Stiftung allerdings erst durch die «Zürichsee-Zeitung». «Da verfügen Sie über mehr Informationen als wir selber», liess Stiftungspräsident Martin Künzli mitteilen. Entsprechend wenig Konkretes war über das weitere Vorgehen der Stiftung zu erfahren. So bleibt beispielsweise weiterhin offen, ob die Kunstsammlung in der Villa überhaupt jemals ausgestellt wird. «Wir müssen davon ausgehen, dass sich in der Villa keine Gegenstände befinden, welche die Anforderungen an ein Museum erfüllen», schreibt Künzli. Auch wie das Gebäude selber künftig genutzt werden soll, ist immer noch ungeklärt. «Die Villa scheint in keiner Weise geeignet zu sein für ein der Öffentlichkeit zugänglich zu machendes Museum.» Künzli betont, dass die Villa kleinräumig, renovationsbedürftig und im kommunalen Inventar der Denkmalschutzobjekte aufgeführt ist. Deshalb werde die Stiftung nach (anderen) Lösungen suchen müssen.

Ausschau nach Käufern

Klar ist also einzig, dass die Stiftung weiterhin an ihrem Bauvorhaben festhält. Als Bauherrin auftreten wolle sie jedoch nicht. «Wir werden nach geeigneter Käuferschaft Ausschau halten», teilt Stiftungspräsident Künzli mit. Die beiden geplanten Wohnhäuser umfassen 14 Mietwohnungen. Das grössere Gebäude soll drei Vollgeschosse und eine Attikawohnung bieten. Das zweite Haus kommt in den Garten neben die heutige Villa zu stehen. Es wird einstöckig mit Attikageschoss.

Erstellt: 15.01.2016, 16:08 Uhr

Stiftung Hans F. Tellenbach

Hans Tellenbach, der ehemalige Besitzer des Tellenbach-Areals, verstarb im Jahr 2006. In seinem Testament hatte der ehemalige Verleger des «Thalwiler Anzeiger» verfügt, dass die von ihm und seinem Vater aufgebaute Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Bewerkstelligen soll dies die Stiftung Hans F. Tellenbach.

Damit aus der renovationsbedürftigen Villa ein Museum werden kann, benötigt die Stiftung gemäss eigener Aussage jedoch finanzielle Mittel. Diese sollen generiert werden durch die Vermietung der zu entstehenden 14 Wohnungen generiert werden. Nachbarn der Villa Tellenbach hatten sich in der Vergangenheit gegen die Pläne der Stiftung gewehrt. Auch ohne die Überbauung wäre das Museum realisierbar, lautete die Kritik. (ham)

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