Horgen

Das See-Spital kann 100-Millionen-Neubau erstellen

Das See-Spital wird am Standort Horgen einen neuen Trakt bauen. Das 100-Millionen-Projekt hat die Baubewilligung erhalten. Möglich ist der Neubau auch dank einer ungewöhnlichen Finanzierung.

Das See-Spital in Horgen  hat die Bewilligung für den neuen Spitaltrakt «Neo» (links) erhalten. Gegen das 100-Millionen-Projekt gab es keine Einsprachen.

Das See-Spital in Horgen hat die Bewilligung für den neuen Spitaltrakt «Neo» (links) erhalten. Gegen das 100-Millionen-Projekt gab es keine Einsprachen. Bild: Visualisierung: BSS Architekten, Schwyz

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Es ist das teuerste Projekt der Geschichte des See-Spitals: ein Neubau am Standort Horgen für rund 100 Millionen Franken. Das Spital will den Trakt A, einen 120-jährigen Altbau, durch ein neues Gebäude ersetzen. Das mit «Neo» bezeichnete Projekt wird nun konkret. Denn die Gemeinde Horgen hat das Baugesuch bewilligt. Trotz der Grösse des Bauprojekts sind keine Einsprachen eingegangen. Die Genehmigung ist somit rechtskräftig und dem Bau steht nichts mehr im Weg.

Der Neubau ist nötig, weil das alte Gebäude nicht mehr flexibel nutzbar ist und dem medizinischen Fortschritt nicht mehr gerecht werden kann. Geplant sind unter anderem Operationssäle, eine Intensivstation und eine Notfallstation. Unterirdisch soll ein Parkhaus mit direktem Zugang zur Notfallstation entstehen. Während der Bauarbeiten behandeln die Ärzte des See-Spitals die Patienten in einem Provisorium, das im Park des Spitals entsteht. «Das Provisorium wird nicht aus Containern bestehen», sagt Lorenzo Marazzotta, Stiftungsratspräsident des See-Spitals. Es werde ein Gebäude sein, das als Übergangslösung den medizinischen Anforderungen gerecht wird. Bereits im Oktober starten die ersten Vorbereitungsarbeiten. Das Provisorium soll im Mai bezugsbereit sein. Auch hier ist die Baubewilligung reibungslos erteilt worden. Einen Monat nach dessen Bezug wird das alte Gebäude dann abgebrochen.

Speziell am Bau ist, dass das See-Spital nicht auf einen Totalunternehmer setzt, der den ganzen Bau durchführt, sondern jede Teilarbeit einzeln an Bauunternehmer vergibt. «Die anderen Spitäler haben sich über diese Vorgehensweise lustig gemacht», sagt Marazzotta. Nun sei der Ehrgeiz umso grösser, den anderen Spitälern zu zeigen, dass sie auf diese Weise günstiger und genauso gut bauen können.

100 Millionen in 7 Minuten

Auch finanziert wurde der Bau auf eine unübliche Weise. Das See-Spital hat eine Anleihe öffentlich im Kapitalmarkt gesucht. Innert sieben Minuten hatte das See-Spital eine Anleihe von rund 150 Millionen Franken von der ZKB im Angebot. Das grenzt an einen Rekord. «Wir haben uns sehr gefreut, uns aber nur für die nötigen 100 Millionen entschieden», sagt Marazzotta. Da der Kredit auch wieder zurückbezahlt werden muss, seien sie so finanziell auf der sicheren Seite. Läuft weiterhin alles nach Plan, wird der neue Trakt im Sommer 2022 eröffnet werden.

Erstellt: 01.10.2018, 20:38 Uhr

Das See-Spital ersetzt den Altbau durch «Neo»

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